Presse­berichte 1. Mann­schaft

TVL I • 2. BL • Februar 2020

Der Abstieg ist besie­gelt

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim bleibt der erste Saison­sieg auch beim drama­tischen 5:5-Remis bei BV Borussia Dort­mund verwehrt

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Hatte den 6:4-Sieg für den TV Leiselheim im Spiel der 2. Tischtennis-Bundesliga beim BVBorussia Dortmund auf dem Tischtennis-Schläger: Vladimir Anca unterlag dem 18-jährigen Kirill Fadeev beim Spielstand von 5:4 für die Wormser Vorortler nach eigenem Matchball denkbar unglücklich.

Es soll wohl nicht sein. Auch im 14. Saisonspiel der 2. Tischtennis-Bundesliga bleibt der jungen Truppe vom Leiselheimer Trappenberg der erste Saisonsieg 2019/2020 verwehrt. „Wir waren so dicht dran, hatten den Sieg doch mehrfach auf dem Schläger“, konnte Tischtennis-Abteilungsleiter Peter Dietrich gar nicht richtig begreifen, wieso sein Team des TV Leiselheim die Tische im Match beim BV Borussia Dortmund nicht als Sieger verließ. 5:5-Unentschieden hieß es in einem weit über drei Stunden heiß umkämpften Spiel, in dem die Gäste aus der Nibelungenstadt 21:19 nach Sätzen, 384:371 nach Bällen und auch mental eigentlich als Sieger aussahen. Am Ende aber blieb es beim 5:5-Remis, das sich nicht nur für Peter Dietrich „wie eine bittere Niederlage anfühlte“.

Match beim BVB läuft für TVL wie etliche Spiele 2019/2020

Doppelt enttäuschend für den Zweitliga-Aufsteiger aus Worms: Weil sämtliche Konkurrenten zeitgleich punkteten, steht bereits vier Spieltage von dem Saisonende der Abstieg aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse auch rechnerisch fest. „Das musste heute so nicht passieren“, fasste Peter Dietrich die Partie beim BVB für seine Farben zusammen. Wie so oft in dieser Saison brachten die jungen Akteure des TVL gegen eine routinierte Dortmunder Truppe die heißen Kastanien nicht aus der Feuerstelle. Drei von vier Fünfsatz-Spielen gingen wieder einmal flöten. „In den engen Situationen fehlt der Mannschaft ganz einfach der Killerinstinkt“, konstatiert Peter Dietrich. Bis zur Pause hätte es gut und gerne 4:0 für die Gäste stehen können, doch das Doppel David McBeath / Youssef Abdel-Aziz und der 20-jährige Youssef Abdel-Aziz verloren ihre beiden Spiele jeweils im Entscheidungssatz, während das TVL-Duo Medardas Stankevicius / Vladimir Anca und David McBeath gegen den Russen Fedor Kusmin klar die Oberhand behielten.

Geburtstagskind Medardas Stankevicius bekommt kein Geschenk

2:2 zur Pause also. Aus der kam der TV Leiselheim in einem emotionalen Spiel besser zurück, punktete durch Vladimir Anca, Youssef Abdel-Aziz und Medardas Stankevicius an seinem 20. Geburtstag zur 5:4-Führung des TV Leiselheim. Vladimir Anca hätte nun im Match gegen den 18-jährigen Dortmunder Youngster Kirill Fadeev zum Helden aus Leiselheimer Sicht werden können. Hin und her ging es in einem Spiel, in das der 21-jährige Leiselheimer nicht zuletzt ob seines Sieges in der Hinrunde gegen Kirill Fadeev als Favorit ging. Das Geburtstagsgeschenk für den Doppelpartner Medardas Stankevicius konnte „Vladi“ aber nicht liefern. Einen 2:9-Rückstand holte Anca zwar im Entscheidungssatz auf, drehte den Durchgang auf 10:9, um dann doch noch in einem dramatischen Finale mit 10:12 zu verlieren. „Das passte irgendwie zum gesamten Saisonverlauf“, stellte Peter Dietrich tief durchatmend fest. Sein Team war damit abgestiegen – und bleibt nach wie vor 2019/2020 sieglos.

BV Borussia Dortmund (Nordrhein-Westfalen) vs. TV Leiselheim  5:5 Spiele / 19:21 Sätze

Punkte TVL: Medardas Stankevicius / Vladimir Anca, David McBeath, Youssef Abdel-Aziz, Medardas Stankevicius, Vladimir Anca

TVL I • 2. BL • Februar 2020

Und täglich grüßt das Murmel­tier

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim kann auch beim 1. FC Saarbrücken-TT II nicht punkten und unterliegt nach ordentlicher Leistung 2:6

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Das Duo David McBeath (vorne) und Youssef Abdel-Aziz gewann für den TV Leiselheim das einzige knappe Spiel von insgesamt fünf Partien, die in den finalen Satz gingen. Es war die 1:0-Führung für die Wormser Vorortler im Match bei der Bundesliga-Reserve des 1. FC Saarbrücken-TT II, die allerdings nicht lange hielt. Foto: Felix Diehl.

Alles schon erlebt. Alles schon so gesehen in der Saison 2019/2020. Alles gleicht einer Wiederholung. Die Tischtennis-Spieler des TV Leiselheim befinden sich scheinbar bei ihren Meisterschaftsspielen in der 2. Tischtennis-Bundesliga in einer Zeitschleife, aus der es ähnlich wie in der US-amerikanischen Filmkomödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ kein Entrinnen gibt. Leiselheims Trainer Christian Kaufhold sprach zu Beginn der Saison davon, dass sein Team „gut mitspielt, aber am Ende doch stets das Nachsehen hat“. Immer wieder erleben Christian Kaufhold und sein Team diese Dramaturgie. Auch im Match bei der Reserve des Bundesliga-Spitzenreiters 1. FC Saarbrücken-TT II war dies nicht anders. Der TVL spielte von Beginn an auf Augenhöhe mit, unterlag aber am Ende doch wieder mit 2:6.

Saarländer bringen ihre Topbesetzung an die Tische

Die mit dem Japaner Kakeru Sone, dem Rumänen Cristian Pletea, dem Belgier Florian Cnudde und dem Polen Patryk Zatowka nur so vor jungen internationalen Topspielern gespickten Saarländer gingen ob der erstmals in dieser Spielzeit derart prominenten Besetzung als ganz klarer Favorit in die Partie. „In dieser Aufstellung würde die Mannschaft um den Titel in der 2. Bundesliga mitspielen“, ist Christian Kaufhold überzeugt. Dennoch entwickelte sich von Beginn weg ein Spiel auf Augenhöhe, was auch durch den Umstand dokumentiert wird, dass alle vier Partien vor der Pause in den fünften und entscheidenden Durchgang gingen. Doch wie so häufig in dieser Spielzeit: Bis auf das TVL-Spitzenduo mit David McBeath (England) und Youssef Abdel-Aziz (Ägypten) ging keiner der Gäste als Sieger vom Tisch. Leiselheim lag nach ordentlicher Leistung vor der 15-minütigen Unterbrechung wieder einmal vorentscheidend mit 1:3 zurück.

„Vorne“ ist für TVL nichts zu holen

Und für den Tabellenletztenging das Abstiegsduell im Saarland kaum verändert weiter. Einzig TVL-Youngster Medardas Stankevicius (Litauen) glückte ein glatter 3:0-Erfolg über Patryk Zatowka zum zwischenzeitlichen 2:4-Anschluss. Entscheidend im Spiel, wie Christian Kaufhold resümierte: „Vorne haben wir nichts geholt, obwohl wir immer ganz nah dran waren.“ Kakeru Sone und Cristian Pletea schnappten sich gegen David McBeath und Youssef Abdel-Aziz alle vier hart umkämpften Einzel. Das 6:2-Endergebnis war somit in Stein gemeißelt. Und Christian Kaufhold durfte fast gebetsmühlenartig bilanzieren: „Wieder gut gespielt und doch verloren.“ Der direkte Abstieg des Aufsteigers ist ob dieser neuerlichen Niederlage kaum mehr abzuwenden.

1. FC Saarbrücken-TT II vs. TV Leiselheim  6:2 Spiele / 20:15 Sätze

Punkte TVL: David McBeath / Youssef Abdel-Aziz, Medardas Stankevicius

TVL I • 2. BL • Februar 2020

Abzieh­bild der kompletten Saison

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim muss im rhein­hessischen Lokal­derby gegen Zweit­liga-Spitzen­reiter 1. FSV Mainz 05 erneut 4:6-Pleite quit­tieren

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Vladimir Anca zeigte im rheinhessischen Lokalderby der 2. Tischtennis-Bundesliga zwischen dem TV Leiselheim und 1. FSV Mainz 05 seine beste Saisonleistung. Am Ende unterlagen die Nibelungenstädter aber doch wie so oft in dieser Saison 2019/2020 mit 4:6. Foto: Felix Diehl.

3:6 oder 4:6, das ist das Standard-Resultat des TV Leiselheim bei seinen Meisterschaftsspielen in der 2. Tischtennis-Bundesliga. Acht von zwölf seiner Partien seit dem Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands Mitte 2019 haben die Tischtennis-Cracks vom Leiselheimer Trappenberg so verloren. Das mit Spannung erwartete rheinhessische Lokalderby gegen den amtierenden Zweitliga-Meister 1. FSV Mainz 05 bildete da keine Ausnahme. Beide Teams hatten mit personellen Problemen zu kämpfen. Den 05ern fehlten der Schwede Simon Berglund und der deutsche U23-Nationalspieler Cedric Meissner wegen der Teilnahme an einem Turnier in Spanien. TVL-Coach Christian Kaufhold musste auf Youssef Abdel-Aziz im vorderen Paarkreuz verzichten. Der 19-jährige Ägypter musste in Kairo bei der Armee vorstellig werden. In die Bresche sprang der Leiselheimer Coach selbst. Am erneuten 4:6 seiner Farben – wie schon im Hinspiel – änderte auch Christian Kaufhold nichts.

0:4 zur Pause wirkt wie ein Keulenschlag

„Irgendwie schaffen wir es diese Saison immer, dass wir es nicht schaffen zu punkten oder zu siegen“, resümierte Christian Kaufhold nachher. Der 40-jährige Tischtennis-Fachmann stellte zugleich fest: „Mit Youssef im Team hätten wir wohl gewonnen.“ Hätte, wäre, wenn – im Konjunktiv gibt’s nun Mal keine Siege. Am Tischtennis-Tisch zählt es. Und dort lief es zunächst für die Wormser, wie es in dieser Saison fast immer lief. Leiselheim hielt prima dagegen, kam in den beiden Doppeln in den fünften Satz, kam durch den nach vorne gerückten Medardas Stankevicius zu zwei Matchbällen im vierten Satz gegen den 16-jährigen polnischen Youngster Maciej Kubik. Das Ende der Bemühungen um Punkte war freilich in den ersten vier Matches der Begegnung immer das gleiche: Mainz 05 ging als Sieger vom Tisch. „0:4 zur Pause nach einer eigentlich guten Leistung“, schnaufte Christian Kaufhold tief durch: „Das fühlte sich wie ein Schlag mit der Keule ins Genick an.“

Mainz 05 ist glücklicher Sieger

Sei’s drum. Leiselheim rappelte sich angesichts einer drohenden Klatsche auf. Vladimir Anca, David McBeath, Medardas Stankevicius und erneut der prima aufgelegte Vladimir Anca brachten die Wormser auf 4:5 heran. Es war nun an den beiden Ersatzleuten Christian Kaufhold und dem erst 16 Jahre jungen Talent Joshua Klute, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Der Mainzer Regionalliga-Crack behielt die Oberhand. Mainz 05 ging erneut als 6:4-Sieger aus dem rheinhessischen Lokalderby hervor. „Schon ein wenig glücklich“, wie Marcel Müller, der Coach der rheinland-pfälzischen Landeshauptstädter, tief durchatmend einräumte. Am Ende hatten die Nibelungenstädter – gleich einem Abziehbild der kompletten Saison – wieder einmal ihr Standard-Resultat auf dem Spielbogen stehen. Der Abstieg aus der 2. Bundesliga rückt somit nach nun zwei Dritteln der Spielzeit 2019/2020 ein Stückchen näher.

TV Leiselheim vs. 1. FSV Mainz 05  4:6 Spiele / 19:20 Sätze

Punkte TVL: David McBeath, Medardas Stankevicius, Vladimir Anca (2)

TVL I • 2. BL • Februar 2020

Der Klassen­primus kommt zum Derby

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim empfängt Samstag­abend (18 Uhr) den amtie­renden Meister 1. FSV Mainz 05 zum rhein­hessischen Lokal­derby

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Medardas Stankevicius muss im rheinhessischen Lokalderby des TV Leiselheim gegen 1. FSV Mainz 05 stechen, damit das Spiel einen spannenden Verlauf nehmen kann. Im Hinspiel bei der 4:6-Niederlage des TVL schaffte die Nummer drei im Kader der Leiselheimer einen 3:2-Erfolg über Cedric Meissner.

Es ist ein Duell zweier Tischtennis-Zweitligisten. Es ist das Duell zweier sehr junger Tischtennis-Teams. Es ist das Duell der beiden besten Mannschaften aus Rheinhessen. Es ist ein Lokalderby, das – so sagt es der Volksmund – bekanntlich seine eigenen Gesetze habe. Samstagabend (18:00 Uhr) trifft der TV Leiselheim zu Hause am Leiselheimer Trappenberg auf die Boygroup des 1. FSV Mainz 05. Doch entgegen aller sonst gültigen Gesetze für Lokalderbys dürften die Rollen für die Partie klar verteilt sein. Der Tabellenführer kommt als deutlicher Favorit nach Worms zum bislang sieglosen Schlusslicht der prominent besetzten 2. Tischtennis-Bundesliga.

Guter Start ins Match ist für TVL enorm wichtig

Der Weg klaffte für beide Mannschaften seit dem Hinspiel Mitte Oktober 2019 deutlich auseinander. Die jüngste Truppe der 2. Bundesliga aus Mainz gewann seinerzeit ein hart umkämpftes Match nach zwischenzeitlichen 4:4 noch im Schlussspurt mit 6:4, eilte danach von Sieg zu Sieg bis an die Spitze der Spielklasse. Und für die Wormser zeigte die Tendenz steil nach unten. Immer wieder fehlte das letzte Quäntchen Spielglück und Selbstvertrauen, um Punkte einzufahren. „Es fehlte nicht viel, aber es fehlte immer ein kleines bisschen“, bringt Christian Kaufhold, der Trainer der Wormser, den Saisonverlauf auf den Punkt.Was aber benötigt die Truppe von Christian Kaufhold, um im Rückspiel an die guten Leistungen im Spiel bei den 05ern anknüpfen zu können? „Einen guten Start ins Match“, fasst sich Christian Kaufhold bei der Antwort auf diese Frage kurz und knapp.

Zielvorgabe des TVL: Am Punktgewinn kratzen

Bedeutet also, dass die vier Leiselheimer Tischtennis-Cracks David McBeath, Youssef Abdel-Aziz, Medardas Stankevicius und Vladimir Anca mal gleich mindestens je einen Zähler aus den Doppeln und den ersten beiden Einzeln im vorderen Paarkreuz benötigen, um das Lokalderby offen zu halten. „Wenn uns das gelingt, können wir auch an einem Punktgewinn kratzen“, sieht Christian Kaufhold sein Team durchaus nicht chancenlos. Sicher ist aber: Im noch völlig offenen Rennen um die Meisterschaft werden die 05er alles daransetzen, beide Punkte aus der Nibelungenstadt mit zurück in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt zu nehmen. Es wird im jedem Fall ziemlich spannend Samstagabend am Leiselheimer Trappenberg.

TV Leiselheim vs. 1. FSV Mainz 05 (Rheinland-Pfalz) am Samstag, 8. Februar 2020, 18:00 Uhr
Sporthalle TVL, Zum Trappenberg 21, 67549 Worms-Leiselheim

Die Kader der Teams
  • TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf David McBeath (27, England, 2299); Youssef Abdel-Aziz (Alter: 19 Jahre, Nation: Ägypten, QTTR-Wert: 2250); Medardas Stankevicius (19, Litauen, 2249); Vladimir Anca (21, Deutschland / Rumänien, 2190)
  • 1. FSV Mainz 05: Der amtierende Zweitliga-Meister aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz hat einen sehr jungen Kader: Nikhil Kumar (17, USA; 2361); Simon Berglund (22, Schweden, 2336); Maciej Kubik (16, Polen, 2293); Cedric Meissner (19, Deutschland, 2263); Simon Söderlund (20, Schweden, 2255); Luka Mladenovic (21, Luxemburg, 2263)
TVL I • 2. BL • Februar 2020

Nerven­kostüm ist in der Reinigung

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim unter­liegt beim Meister­schafts-Kandi­daten TTC OE Bad Homburg 2:6 und verliert dabei alle knappen Partien

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

War an beiden Zählern des TV Leiselheim bei der viel zu deutlich ausgefallenen 2:6-Niederlage beim Zweitliga-Meisterschafts-Kandidaten TTC OE Bad Homburg beteiligt: David McBeath, Spitzenspieler des TVL. Foto: Felix Diehl.

Wieder gut mitgehalten, wieder keine Punkte, wieder eine Pleite. „Im Endeffekt langt es für uns nicht.“ Dieses Resümee hat Christian Kaufhold, der Trainer des Tischtennis-Zweitligisten TV Leiselheim, schon allzu häufig in den bisher elf Meisterschaftsspielen des Wormser Aufsteigers in die zweihöchste deutsche Spielklasse ziehen müssen. Im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde in der Saison 2019/2020 setzte es für den abgeschlagenen Tabellenletzten beim hessischen Meisterschafts-Kandidaten TTC OE Bad Homburg eine 2:6-Niederlage. Die Hälfte der gespielten acht Begegnungen ging über die volle Distanz von fünf Sätzen. Alle vier engen Matches behielten die Männer aus Hochtaunuskreis nördlich von Frankfurt in ihren Händen.

TVL-Akteuren versagen die Nerven

„Im Tischtennis gewinnt am Ende eines knappen Spiels meist der bessere Spieler“, erkannte Christian Kaufhold – ganz Sportsmann – die Überlegenheit der Gastgeber aus dem hessischen Heilbad speziell in den entscheidenden Spielphasen an. „Das ist dann eben kein Pech, sondern der kleine Tick an Erfahrung und Klasse, der einfach fehlt.“ Eine Heilung des angeknacksten Nervenkostüms der jungen Leiselheimer Mannschaft gab’s denn auch beim TTC OE Bad Homburg nicht. Schon zur Pause hatte die 3:1-Führung des aktuellen Tabellenzweiten nach zwei Fünfsatz-Niederlagen des TVL-Duos Medardas Stankevicius / Vladimir Anca sowie TVL-Topspieler David McBeath Bestand. Der Erfolg in drei Sätzen des zweiten TVL-Doppels David McBeath / Youssef Abdel-Aziz war eher als Ergebnis-Kosmetik zu werten.

David McBeath schnappt sich das einzige Einzel für die Gäste

Und ähnlich gestaltete sich die Partie auch nach der Pause. Medardas Stankevicius und Youssef Abdel-Aziz brachten ihre Einzel zwar in den entscheidenden fünften Durchgang. Am Ende aber gingen beide 19-jährigen Teenager des TVL leer aus. Einzig Routinier David McBeath war beim 1:5-Zwischenstand im Duell der Topspieler beider Teams noch ein Erfolgserlebnis vergönnt. Die englische Nummer eins des TVL bezwang den Rumänen Rares Sipos in vier Sätzen. „Mit viel Glück hätten wir einen Punkt aus Bad Homburg mitnehmen können“, stellte Christian Kaufhold nüchtern fest. Dazu aber hätten die Gäste zuvor ihr Nervenkostüm aus der Reinigung abholen müssen.

TTC OE Bad Homburg (Hessen) vs. TV Leiselheim  6:2 Spiele / 19:14 Sätze

Punkte TVL: David McBeath / Youssef Abdel-Aziz, David McBeath

TVL I • 2. BL • Januar 2020

30 Minuten Verspätung

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim unter­liegt nach uner­klärlichem Fehl­start ins neue Jahr TuS Celle im Abstiegs­duell mit 3:6

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

David McBeath (vorne) und Youssef Abdel-Aziz kamen in den ersten Minuten der Partie gegen TuS Celle regelrecht unter die Räder. Das Top-Duo des TV Leiselheim unterlag gegen Andrei Putuntika / Jiri Martinko sang- und klanglos in drei glatten Sätzen. Foto: Felix Diehl.

30 Minuten Verspätung zeigt die Uhr. Nein, nicht am Wormser Bahnhof oder am Flughafen Frankfurt steht der digitale Chronometer, der die Zeit anzeigt. Er ist am Leiselheimer Trappenberg zu finden. Dort, wo der TV Leiselheim seine Meisterschaftsspiele der 2. Tischtennis-Bundesliga austrägt. Samstagabend hatten die Wormser Vorortler zum Auftakt in die Rückrunde der Saison 2019/2020 TuS Celle zu Gast. Die Männer aus dem Norden von Niedersachsen waren pünktlich vor Ort. Die Gastgeber kamen zum ultimativen Abstiegsduell mit einer halben Stunde (sportlichem) Verzug. Nach einem kapitalen Fehlstart und einem schnellen fast kampflos erlittenen 0:3-Rückstand unterlag der Tabellenletzte TV Leiselheim TuS Celle mit 3:6. Der Abstieg aus der 2. Bundesliga ist für den letztjährigen Zweitliga-Aufsteiger aus der Nibelungenstadt wohl bereits nach nur zehn von 18 Spieltagen kaum mehr abzuwenden.

Katastrophale Darbietung des TVL in den Doppeln

„Ich habe dafür keine richtige Erklärung“, stand Christian Kaufhold nach der knapp dreistündigen Partie ziemlich ratlos neben den beiden Tischtennis-Tischen inmitten der Sporthalle am Trappenberg. Mit „dafür“ meinte der Trainer des Zweitligisten den katastrophalen Auftritt seiner Mannschaft zu Beginn in den beiden Doppeln. Wie das Kaninchen vor der Schlange standen die Gastgeber an den beiden Tischen. Körperspannung, Konzentration, Kampfgeist: Tugenden, die zunächst nur die Spieler einer Mannschaft an den Tag legten – die des TuS Celle. Eine Kopfsache? „Vielleicht“, rang Christian Kaufhold nach Worten. Die Faktenlage jedenfalls war schnell klar: Nach 30 Minuten lag der TVL schier aussichtslos mit 0:3 ohne einen einzigen Satzgewinn hinten, weil auch Leiselheims englischer Top-Spieler David McBeath ganz im Gegensatz zu vielen guten Partien in der Vorrunde im ersten Einzel des Abends gegen Tobias Hippler kaum einen Ball erfolgreich auf den Tisch brachte.

Aufbäumen kommt viel zu spät

„Positiv“, wie Christian Kaufhold befand, „wir kamen nach dem kollektiven Blackout zurück ins Spiel.“ In den restlichen sieben Einzeln löste sich ob der früh entschiedenen Begegnung scheinbar die mentale Handbremse bei den Leiselheimer Akteuren. Youssef Abdel-Aziz, Medardas Stankevicius und David McBeath in seinem zweiten Einzel brachten den TVL gar auf 3:4 heran. Doch das Aufbäumen kam zu spät. TuS Celle hatte in Tobias Hippler und dem Tschechen Jiri Martinko die Matchwinner auf seiner Seite. Typisch für den bisherigen Saisonverlauf des TVL: Das bereits gewonnene Einzel von Vladimir Anca, Leiselheims Nummer vier, gegen Jannik Xu kam nicht mehr in die Wertung. Und so galt am Ende einer enttäuschend verlaufenen Partie für die Männer vom Leiselheimer Trappenberg die Erkenntnis: Wer zu spät kommt, den bestraft der TuS Celle.

TV Leiselheim vs. TuS Celle (Niedersachsen)  3:6 Spiele / 11:22 Sätze

Punkte TVL: David McBeath, Youssef Abdel-Aziz, Medardas Stankevicius

TVL I • 2. BL • Januar 2020

Siegen oder fliegen

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim benötigt Samstag­abend (18 Uhr) zum Rückrunden­start im Abstiegs­duell gegen TuS Celle unbe­dingt zwei Punkte

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Youssef Abdel-Aziz kam ob einer Knieverletzung und einer langwierigen Grippe in der ersten Saisonhälfte 2019/2020 in der 2. Tischtennis-Bundesliga nie richtig in Schwung. Der Teenager aus Kairo (Ägypten) hofft nun auf eine bessere Rückrunde – und will damit wie sein Team des TV Leiselheim gleich zum Start ins neue Jahr 2020 gegen TuS Celle anfangen. Foto: Malte Kahl

„Neustart“ für die Tischtennisspieler des TV Leiselheim in der 2. Tischtennis-Bundesliga. Nach einer enttäuschenden Vorrunde steht der Aufsteiger aus der 3. Bundesliga Süd mit nur einem Punkt aus neun Spielen vor der zweiten Halbserie in der zweithöchsten deutschen Spielklasse sieglos auf dem letzten Rang der Tabelle. Los geht es 2020 für das junge Team um Leiselheims erfahrenen Trainer Christian Kaufhold im neuen Jahrzehnt nach der Winterpause gleich mit dem wohl wichtigsten Spiel der Saison. „Das ist der letzte Strohhalm dieser Spielzeit im Kampf um den Klassenerhalt“, weiß Christian Kaufhold um die Bedeutung der Partie am Samstagabend (18 Uhr) gegen TuS Celle.

Die Vorzeichen: Hochspannung im Abstiegskrimi

Mit dem letztjährigen Tabellenfünften der 2. Bundesliga gastiert am LeiselheimerTrappenberg eine Mannschaft, gegen die nicht nur ob der misslichen Tabellensituation der Wormser Vorortler ein Erfolg der Gastgeber der Partie unabdingbar ist. „Siegen oder fliegen“, bringt Christian Kaufhold das Duell mit dem Tabellenachten aus dem nördlichen Niedersachsen auf den Punkt. Der Coach des TVL erwartet dabei „ein enorm spannendes Duell auf Augenhöhe“. Dieses gab es bereits zum Saisonauftakt in Celle, als die Kaufhold-Truppe eine 4:3-Führung nicht über die Runden brachte. Es setzte noch eine bittere und zugleich unglückliche 4:6-Niederlage.

Die Aussichten: „Wir schaffen das!“

„Das darf und das wird uns auch nicht wieder passieren. Wir schaffen das!“, glaubt Christian Kaufhold. Und: „Unser junges Team hat in der Vorrunde einiges Lehrgeld bezahlen müssen, jetzt wollen wir uns den ersten Saisonsieg holen.“ Dabei spielt der 27-jährige David McBeath, der den 19-jährigen Youssef Abdel-Aziz als neuer Spitzenspieler des TV Leiselheim ablöst, eine wichtige Rolle. „David war im Hinspiel ob einer Rückenverletzung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Er soll uns jetzt zum Sieg führen.“

Um den vom zweifachen moldawischen Meister Andrei Putuntika angeführten TuS Celle bezwingen zu können, müssen sich allerdings auch die TVL-Youngster Medardas Stankevicius (19) und Vladimir Anca (20) im hinteren Paarkreuz gegenüber dem Hinspiel deutlich steigern. „Ein Zähler in Celle aus vier Einzeln war viel zu wenig“, erinnert sich Christian Kaufhold zurück. Klar ist jedenfalls für den TVL: Eine weitere Pleite gegen TuS Celle wäre ziemlich sicher das endgültige Aus für den aktuellen Tabellenzehnten im Kampf um den Klassenerhalt.

TV Leiselheim vs. TuS Celle (Niedersachsen) am Samstag, 11. Januar 2020, 18:00 Uhr

Sporthalle TVL, Zum Trappenberg 21, 67549 Worms-Leiselheim

Die Kader der Teams
  • TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf David McBeath (27, England, 2299); Youssef Abdel-Aziz (Alter: 19 Jahre, Nation: Ägypten, QTTR-Wert: 2250); Medardas Stankevicius (19, Litauen, 2249); Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien, 2190)
  • TuS Celle: Der Tabellenachte aus dem Norden von Niedersachsen gastiert in Worms voraussichtlich mit folgender Mannschaft: Andrei Putuntika (Alter: 20, Nation: Moldawien, QTTR-Wert: 2326); Tobias Hippler (20, Deutschland, 2267); Jiri Martinko (20, Tschechien, 2263); Arne Hölter (27, Deutschland, 2242)
TVL I • 2. BL • Dezember 2019

Doppel hui, Einzel pfui

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim unter­liegt im letzten Spiel der Hin­runde auch beim TTC Fortuna Passau nach 2:0-Führung noch mit 3:6

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

David McBeath holte in Ostbayern beim TTC Fortuna Passau den einzigen Einzelpunkt für Tischtennis-Zweitligist TV Leiselheim. Der TVL verlor auch das letzte Meisterschaftsspiel des Jahres wieder einmal mit dem Standard-Resultat von 3:6. Foto: Felix Diehl

Es bleibt dabei: Der TV Leiselheim wartet nach wie vor auf den ersten Erfolg nach dem Aufstieg in die 2. Tischtennis-Bundesliga Mitte April diesen Jahres. Auch im neunten und letzten Meisterschaftsspiel der Hinrunde der Saison 2019/2020 unterlagen die Wormser Vorortler TTC Fortuna Passau mit ihrem „Standard-Resultat“ von 3:6. Die Diagnose zum Spiel beim Tabellendritten hat Leiselheims erfahrener Trainer Christian Kaufhold in dieser bisher so enttäuschend verlaufenen Spielzeit dem „Patienten“ TV Leiselheim bereits einige Male ausgestellt: „Wir haben gut mitgehalten, gepunktet hat der Gegner.“

Frühe Führung gibt keine Sicherheit

Immerhin: Nach den zuletzt sehr dürftigen Leistungen bei den beiden 1:6-Pleiten gegen den 1. FC Köln und beim TV Hilpoltstein zeigte sich das Quartett um Coach Kaufhold gut erholt. „Eine Umstellung der Doppel hat prima gefruchtet“, lag der Gast vor 145 Zuschauern durch die neu formierten Duos Medardas Stankevicius / Vladimir Anca und Youssef Abdel-Aziz / David McBeath überraschend und schnell mit 2:0 in Front. Eine Führung, die Sicherheit geben sollte? Von wegen! „Wir sind sofort wieder in die alten Strickmuster gefallen“, sah Christian Kaufholdden Vorsprung wie Eis in praller Sommersonne rasant dahin schmelzen. Youssef Abdel-Aziz (Christian Kaufhold: „Er läuft seiner Form weit hinterher“) und David McBeath konnten ihre gute Vorstellung aus dem Doppel gegen die beiden gleichen Gegner wie im Doppel in ihren ersten Einzeln nicht bestätigen. Schon zur Pause hatte Passau zum 2:2 ausgeglichen.

TVL-Youngster zahlen fleißig Lehrgeld

Mehr noch. Den drei TVL-Jungspunden Vladimir Anca (20 Jahre), Medardas Stankevicius (19 Jahre) und Youssef Abdel-Aziz (19 Jahre) merkte man im weiteren Spielverlauf ihre Unerfahrenheit in der zweithöchsten deutschen Spielklasse in vielen Spielsituationen an. Medardas Stankevicius etwa gab beide Einzel nach teilweise klaren Führungen hauchdünn im Entscheidungssatz ab. Überhaupt: Das Manko des Aufsteigers zeigt sich am deutlichsten in den niederschmetternden Resultaten gegen die Nummer drei des jeweiligen Kontrahenten. 0:16 lautet die ernüchternde Bilanz, die nicht von ungefähr im Standard-Resultat „3:6“ des TV Leiselheim in dieser Saison gipfelt. Einzig TVL-Routinier David McBeath (27 Jahre) hielt dem mentalen Druck stand, lieferte im zweiten Einzel beim Sieg in vier Sätzen über den kroatischen TTC-Kapitän Tomislav Kolarek ab. Viel zu wenig. Die vierte 3:6-Pleite der Saison 2019/2020 war nicht mehr abzuwenden.

Klassenerhalt weit aus den Augen verloren

Der Klassenerhalt ist für den mit 1:17 Punkten abgeschlagenen Tabellenletzten TV Leiselheim bereits am Ende der Hinrunde in weite Ferne gerückt. „Realistisch gesehen wird es nun extrem schwer, noch ans rettende Ufer auf den achten Tabellenrang zu klettern“, weiß Christian Kaufhold nur zu genau. Im gleichen Atemzug fügt der Trainer des TVL aber auch an: „Womöglich befinden sich speziell unsere jungen Spieler nach der Winterpause aber in einer besseren Ausgangssituation.“ Denn: „Wir haben nun nichts mehr zu verlieren, können befreit aufspielen.“ Erste Gelegenheit dazu besteht für den TVL am 11. Januar 2020, wenn TuS Celle seine Visitenkarte am LeiselheimerTrappenberg abgibt.

TTC Fortuna Passau (Bayern / Ostbayern) vs. TV Leiselheim  6:3 Spiele / 20:15 Sätze

Punkte TVL: Medardas Stankevicius / Vladimir Anca, Youssef Abdel-Aziz / David McBeath, David McBeath

TVL I • 2. BL • Dezember 2019

Advent, Advent, die Hütte brennt

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: Schwache Vor­stellung des TV Leisel­heim mündet in klarer 1:6-Pleite beim TV Hilpolt­stein

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Ratlos: Leiselheims Trainer Christian Kaufhold sucht in einer Satzpause nach Lösungen, doch sein erst 19 Jahre junger Spitzenspieler Youssef Abdel-Aziz findet diese im Spiel beim TV Hilpoltstein zu keiner Zeit.

Ernüchtert. So klingt Christian Kaufhold, als er mit dünner Stimme sagt: „Wir haben uns alle so viel vorgenommen – und dann das.“ Mit „das“ meinte der langjährige Trainer des Tischtennis-Zweitligisten TV Leiselheim das Spiel seiner jungen Mannschaft beim TV Hilpoltstein. 1:6 ging der Aufsteiger TV Leiselheim bei einem Urgestein der 2. Tischtennis-Bundesliga baden. Sogar die 0:6-Höchststrafe lag in der Luft, ehe der Gast bei einem 0:5-Rückstand wenigstens durch den 19-jährigen Litauer Medardas Stankevicius noch zum Ehrenzähler kam. Die Faktenlage nach acht Spieltagen einer bislang insgesamt enttäuschend verlaufenen Hinrunde der Saison 2019/2020: Aufsteiger TV Leiselheim liegt mit 1:15 Punkten abgeschlagen und sieglos am Tabellenende. Sportlich brennt die Hütte auf dem Leiselheimer Trappenberg.

„Blutleere Vorstellung“ vor der Pause

Alles andere als einen besinnlichen ersten Advent erlebte die Truppe von Christian Kaufhold beim Gastspiel vor 360 Zuschauern im mittelfränkischen Hilpoltstein in der Nähe von Nürnberg. „Wir haben nur im ersten Satz der Doppel so richtig Tischtennis gespielt“, musste der 40-jährige Coach des TVL ob der „blutleeren Vorstellung“ (Christian Kaufhold) seiner Mannschaft bis zur Pause der Partie bei einem vorentscheidenden 0:4-Rückstand doch arg schlucken. Die Leiselheimer Duos Youssef Abdel-Aziz / Medardas Stankevicius und David McBeath / Vladimir Anca hielten nur im ersten Satz dagegen. Danach spielte einzig noch eine Mannschaft: der TV Hilpoltstein. Chancenlos im vorderen Paarkreuz: David McBeath und Youssef Abdel-Aziz.

Ehrenzähler durch Medardas Stankevicius

Immerhin: Nach der 15-minütigen Unterbrechung zeigte der amtierende Meister der 3. Bundesliga Süd mehr Courage. Der Ehrenzähler von Medardas Stankevicius durch einen glatten 3:0-Erfolg über den jungen Ersatzspieler Hannes Hörmann und zwei weitere Satzgewinne von Youssef Abdel-Aziz im Duell mit dem tschechischen Nationalspieler und TVH-Spitzenakteur David Reitspies ließen zeitweise etwas Spannung aufkommen. Am enttäuschenden 1:6 nach einer schwachen Vorstellung des TV Leiselheim im bayrischen Mittelfranken beim TV Hilpoltstein änderte dies freilich nichts mehr. Vor dem Abschluss der Hinrunde mit einem Auswärtsspiel beim bayrischen Tabellendritten TTC Fortuna Passau hängt der TV Leiselheim ganz tief im Tabellenkeller fest.

TV Hilpoltstein (Bayern / Mittelfranken) vs. TV Leiselheim  6:1 Spiele / 18:7 Sätze

Punkt TVL: Medardas Stankevicius

TVL I • 2. BL • November 2019

Sport­licher Super-GAU gegen 1. FC Köln

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim muss mit zwei einsatz­fähigen Bundes­liga-Spielern deftige 1:6-Pleite im Abstiegs­duell quit­tieren

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Medardas Stankevicius holte den Ehrenzähler zum zwischenzeitlichen 1:4 für die Wormser Domstädter gegen die Kölner Domstädter. Die Partie gegen den 1. FC Köln war für den TV Leiselheim freilich zu diesem Zeitpunkt bereits verloren, da insgesamt vier Zähler gratis an die Gäste gingen. Foto: Felix Diehl.

Von den nackten Zahlen her gesehen sieht’s so aus: Der TV Leiselheim hat das Tischtennis-Spiel gegen den 1. FC Köln mit 1:6 Spielen und 4:20 Sätzen verloren. Es soll sich dabei um eine Partie der 2. Bundesliga der Herren gehandelt haben. Die Umstände sprachen freilich nicht immer dafür. 55 Minuten Tischtennis wurden im mit Spannung erwarteten Abstiegsduell der zweithöchsten deutschen Spielklasse gespielt. 65 Zuschauer waren mit großer Vorfreude ob einer wahrscheinlich spannenden Begegnung auf den Trappenberg gekommen. Sie sahen zwar jeweils vier Bundesliga-Spieler in beiden Mannschaften, doch beim Gastgeber konnten nur zwei davon den Schläger schwingen. Youssef Abdel-Aziz, die Nummer eins der Wormser, musste tags zuvor wegen einer noch nicht auskurierten muskulären Verletzung passen. Am Spieltag drei Stunden vor Beginn der Partie setzte eine Magen- und Darmgrippe David McBeath außer Gefecht. Kreidebleich vor Übelkeit und Erbrechen war sportliche Betätigung beim englischen Nationalspieler undenkbar.

„Schlimmer kann es nicht mehr kommen“

In der vom erfahrenen Leiselheimer Tischtennis-Trainer Christian Kaufhold nominierten Mannschaft verblieben kurzfristig noch die Bundesliga-Youngster Medardas Stankevicius (19) und Vladimir Anca (20).„Schlimmer kann es nicht mehr kommen“, nahm Christian Kaufholdsamstagnachmittagsungefähr die blasse Gesichtsfarbe seiner Nummer zwei David McBeath an. Was tun im laut dem TVL-Coach „wichtigsten Tischtennis-Spiel des Jahres 2019“? Zwei Ersatzspieler auf die Schnelle nominieren und Stankevicius und Anca ins vordere Paarkreuz gegen die Kölner Topspieler Damien Eloi (zweifacher Europameister mit der französischen Nationalmannschaft) undGianluca Walther (Nummer 25 der deutschen Rangliste) setzen? Oder Abdel-Aziz und McBeath „abschenken“ lassen, um eine wohl im Promille-Bereich anzusiedelnde Chance auf ein 5:5-Remis im Abstiegsduell beider noch sieglosen Teams zu haben?

Ehrenzähler kann TVL nicht trösten

Christian Kaufhold entschied sich für die „Abschenk-Variante“. Der sportliche Super-GAU war aber schon nach 15 Minuten Spielzeit nicht mehr abzuwenden.Medardas Stankevicius und Vladimir Anca verloren ihr Doppel glatt in drei Sätzen. Damit war die Niederlage bereits besiegelt. Es ging nur noch um die Höhe. Immerhin: Medardas Stankevicius brachte den TVL-Ehrenzähler auf die Anzeigetafel, welcher allerdings kaum Trost bescherte an einem rabenschwarzen Tag für den Tischtennis-Sport in Leiselheim. 1:6 nach nicht einmal einer Stunde Spielzeit, in der Murphys Gesetz (englisch:Murphy’slaw) die Wormser niederschmetternd einholte: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen!“, lautet die auf den US-amerikanischen Ingenieur Edward Murphy jr. zurückgehende Lebensweisheit. Am LeiselheimerTrappenberg hörte man manchen noch lange wehklagen: „Ja, das stimmt.“

TV Leiselheim vs. 1. FC Köln (Nordrhein-Westfalen)  1:6 Spiele / 4:20 Sätze

Punkt TVL: Medardas Stankevicius

TVL I • 2. BL • Oktober 2019

1. FC Köln gastiert am Leisel­heimer Trappen­berg

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim will Samstag­abend (18 Uhr) im Keller­duell der beiden Dom­städter gegen die Geiß­böcke punkten

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Von David McBeath hängt im Zweitliga-Kellerduell des TV Leiselheim gegen den 1. FC Köln viel ab. Der 27-jährige englische Routinier in Reihen der Jungs vom Trappenberg zeigte in den sechs bisherigen Saisonspielen konstant gute Leistungen, die ganz sicher auch gegen die „Geißböcke“ wieder nötig sein werden. Foto: Felix Diehl

Es ist das Duell der beiden Drittliga-Meister der Spielzeit 2018/2019 aus dem Norden und dem Süden Deutschlands. Es ist das Duell der beiden einzigen Mannschaften, die in der Saison 2019/2020 noch keinen Sieg feiern konnten. Es ist das Duell des Tabellenletzten gegen den Tabellenvorletzten. Wenn Samstagabend (18 Uhr) der 1. FC Köln seine Visitenkarte am Leiselheimer Trappenberg abgibt, dann steht nicht nur der TV Leiselheim im ultimativen Abstiegsduell der 2. Tischtennis-Bundesliga unter großem Druck. „In Worms müssen zwei Punkte her“, fordert Gianluca Walther, die Nummer zwei im Kader der Männer des 1. FC Köln auf der Homepage des renommierten nordrhein-westfälischen Klubs.

Spannender Abstiegskrimi ist zu erwarten

Zwei Punkte, welche die Wormser Vorortler allerdings nur zu gerne auch für sich beanspruchen würden, wie Leiselheims langjähriger Trainer Christian Kaufhold betont: „Wir müssen uns endlich auch einmal für unsere eigentlich sehr ordentlichen Saisonleistungen belohnen. Das Spiel wollen wir gewinnen.“ Dass dies freilich ein nur sehr schwierig umzusetzendes Vorhaben ist, weiß Kaufhold auch, denn: „Der 1. FC Köln bringt eine ausgesprochen erfahrene und kampfstarke Mannschaft an den Start. Ich erwarte einen vom ersten bis zum letzten Ballwechsel spannenden Abstiegskrimi.“ Angeführt werden die Kölner Tischtennis-Cracks, die allesamt in der Deutschen Rangliste zwischen den Positionen 21 und 35 geführt sind, vom ehemaligen französischen Nationalspieler Damien Eloi. Der namhafte 50-Jährige bringt die Erfahrung von 13 Starts bei Weltmeisterschaften und zwei Siegen mit Frankreichs Nationalteam bei Europameisterschaften ein.

Fitness von Youssef Abdel-Aziz dürfte entscheiden

Doch Damien Eloi hin oder her. „Samstagabend zählt einzig die Tagesform, es ist ein enges Spiel auf Messers Schneide zu erwarten“, glaubt Christian Kaufhold. Dabei kann der Trainer des TVL auf die zuletzt stetig ansteigende Formkurve bei David McBeath, Medardas Stankevicius und Vladimir Anca bauen. Einzig Youssef Abdel-Aziz, das junge ägyptische Tischtennis-Supertalent auf der Top-Position, bereitet Christian Kaufhold einiges Kopfzerbrechen, plagte den 19-Jährigen doch erst eine Grippe, ehe er sich im Training vor dem Auswärtsspiel letzten Sonntagmittag beim TTC GW Bad Hamm das Knie verdrehte. „Ich denke, dass Youssef im Match gegen den 1. FC Köln gut erholt an den Tisch gehen kann“, misst Christian Kaufhold der Fitness seines Spitzenspielers eine entscheidende Bedeutung bei. Für diesen Fall sollten sich die Geißböcke beim Sturm auf den Trappenberg dann hoffentlich die Zähne ausbeißen.

TV Leiselheim vs. 1. FC Köln (Nordrhein-Westfalen) am Samstag, 02. November 2019, 18:00 Uhr
Sporthalle TVL, Zum Trappenberg 21, 67549 Worms-Leiselheim

Die Kader der Teams
  • TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf Youssef Abdel-Aziz (Alter: 19 Jahre, Nation: Ägypten, QTTR-Wert: 2336); David McBeath (27, England, 2299); Vadim Yarashenka (23, Weißrussland, 2249); Medardas Stankevicius (19, Litauen, 2241);Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien, 2179)
  • 1. FC Köln: Der Meister der 3. Bundesliga Nord aus derMillionenstadt in Nordrhein-Westfalen gastiert in Worms voraussichtlich mit folgender Mannschaft: Damien Eloi (Alter: 50, Nation: Frankreich, QTTR-Wert: 2408); Gianluca Walther (25, Deutschland, 2327); Lennart Wehking (34, Deutschland, 2290); Björn Helbing (33, Deutschland, 2274); Robin Malessa (28, Deutschland, 2302)
TVL I • 2. BL • Oktober 2019

Pleiten, Pech und keine Punkte

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim unter­liegt mit Rumpf­team nach starker kämpferischer Leis­tung beim TTC GW Bad Hamm mit 3:6

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Medardas Stankevicius, mit 19 Jahren jüngster Spieler des Tischtennis-Zweitligisten TV Leiselheim, musste ob des verletzungsbedingten Fehlens von Leiselheims Nummer eins Youssef Abdel-Aziz ins vordere Paarkreuz aufrücken, wo er den US-Boy Kai Zhang in vier Sätzen bezwang. Foto: Felix Diehl

Es wirkte wie eine Blaupause der bisherigen Spiele des TV Leiselheim in der 2. Tischtennis-Bundesliga. 3:6 hat der Aufsteiger aus dem kleinen rheinhessischen Worms-Leiselheim die Partie beim TTC GW Bad Hamm verloren. Wieder gab’s Komplimente vom Gegner. Wieder hatte der TV Leiselheim das Pech am Schläger kleben. Wieder gab’s eine Niederlage nach großem Kampf. „Gut gespielt, aber erneut verloren“, hieß es ein weiteres Mal vom Fachpublikum. Was stehen bleibt nach einem Drittel der Saison 2019/2020 ist die fünfte Pleite im sechsten Match bei einem 5:5-Unentschieden gegen den BV Borussia Dortmund. Zu wenig, um in der mit etlichen renommierten Teams besetzten zweithöchsten deutschen Spielklasse zu bestehen.

Trainer Christian Kaufhold greift zum Schläger

Dass der TV Leiselheim im westfälischen Badekurort nicht über die Rolle eines wacker kämpfenden Herausforderers hinauskam, hatte allerdings seine wesentlichen Gründe ein paar Tage zuvor. Youssef Abdel-Aziz verdrehte sich im Training Ende der Woche das Knie. Der Topspieler des TVL musste verletzt passen. Vadim Yarashenka, Nummer drei im Wormser Kader, sagte wegen eines Lehrgangs der weißrussischen National-Mannschaft ab. „Da ging es eigentlich nur noch darum, nicht völlig unter die Räder zu geraten“, reiste Leiselheims 40-jähriger Trainer Christian Kaufhold ob des argen personellen Engpasses in der Doppelfunktion als Coach und Spieler nach Westfalen.

Hochspannung zur Mitte der Partie

Das Match beim Tabellenvierten indes entwickelte sich nach einem fast zu erwartenden Schnellstart der Gastgeber und deren 4:1-Führung – nur der englische Nationalspieler David McBeath siegte in drei Sätzen für Leiselheim über den US-Boy Kai Zhang – zu einer sehr spannenden Partie. Vladimir Anca verkürzte auf 2:4. Medardas Stankevicius stellte mit einem Sieg über Kai Zhang ebenfalls in vier Sätzen den 3:4-Anschluss her. David McBeath war drauf und dran gegen Pavel Platonov auszugleichen. Die ersten zwei Durchgänge schnappte sich der Engländer, ehe die weißrussische Nummer eins im Ranking der 2. Bundesliga das Match noch drehte. Der Drops war gelutscht. Bad Hamm schnappte sich den 6:3-Heimsieg. „Das war insgesamt ein richtig gutes Spiel der Mannschaft“, bilanzierte Christian Kaufhold. Nur eines gab’s halt für das Schlusslicht der 2. Tischtennis-Bundesliga wieder nicht: Punkte.

TTC GW Bad Hamm (Nordrhein-Westfalen) vs. TV Leiselheim  6:3 Spiele / 20:12 Sätze

Punkte TVL: David McBeath, Medardas Stankevicius, Vladimir Anca

TVL I • 2. BL • Oktober 2019

TV Leisel­heim punktet gegen Borussia Dort­mund

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TVL bietet amtie­rendem Zweit­liga-Vize­meister und aktuellem Tabellen­zweiten beim 5:5-Unent­schieden die Stirn

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Rüber mit dem kleinen Plastikball und rein ins Glück: Vladimir Anca machte mit einem Viersatz-Sieg über Kirill Fadeev vom BV Borussia Dortmund im letzten Einzel der Zweitliga-Partie vor heimischem Publikum das 5:5-Unentschieden des TV Leiselheim gegen die Westfalen perfekt. Die Wormserhaben damit im fünften Saisonspiel endlich den ersten Pluspunkt auf ihr Habenkonto eingebucht. Foto: Felix Diehl

Nach Bällen 370:359 gesiegt. Nach Sätzen 21:19 gesiegt. Nach Spielen 5:5-Unentschieden gespielt. Einen Punkt auf das Habenkonto eingecheckt. Fünf Spieltage in der Saison 2019/2020 hat es gedauert, bis der TV Leiselheim als Aufsteiger in die eingleisige 2. Tischtennis-Bundesliga den ersten Zähler auf das Habenkonto eingecheckt hat. Endlich. Gegen den amtierenden Zweitliga-Vizemeister und aktuellen Tabellenzweiten BV Borussia Dortmund ist den Wormser Vorortlern das Husarenstück geglückt. „Wir haben uns diesen Punktgewinn so etwas von redlich verdient“, lässt Christian Kaufhold, der Trainer der Nibelungenstädter, kurz nach dem fast exaktdreistündigen furiosen Schlagabtausch zweier Tischtennis-Mannschaften auf Augenhöhe wissen.

Kein Respekt vor großen Namen

Der Coach des TV Leiselheim wirkt glücklich, wirkt erleichtert – so, als seien ihm Mühlsteine vom Hals gefallen. Dabei hätte sich mancher sportliche Übungsleiter wohl ob des Spielverlaufs eher darüber beklagt, „nur“ einen Teilerfolg verbucht zu haben. Schließlich brachte ein prima aufspielendes Quartett des TV Leiselheim nach Siegen des Doppels Youssef Abdel-Aziz / Medardas Stankevicius, sowie von Youssef Abdel-Aziz über Erik Bottroff, David McBeath über Fedor Kuzmin und Medardas Stankevicius über Kirill Fadeev die Gastgeber mit 4:1 in Führung. Lange sah es danach aus, als könnte der Aufsteiger den renommierten Dortmunder Borussen eine deutliche Niederlage beifügen. Respekt vor den großen Namen auf der anderen Seite der Tischtennis-Tische? Weit gefehlt. „Wir haben uns zu Beginn auch für unsere bisher durchaus guten Saison-Leistungen belohnt“, sah Christian Kaufholdsein Team sofort im Vorwärtsgang.

Erfahrene Tischtennis-Haudegen des BVB Dortmund drehen das Match

Die Partie war trotz der scheinbar komfortablen 4:1-Führung der Gastgeber freilich noch lange nicht entschieden. Ganz im Gegenteil. Die BVB-Routiniers Fedor Kuzmin, 36, russischer Weltklasse-Spieler, sowie Erik Bottroff, 29, mit großer Bundesliga-Erfahrung versehen, und der 30-jährige Ungar Krisztian Nagy warfen ihre ganze Erfahrung in die Waagschale. Nagy punktete gegen Leiselheims Vladimir Anca zum 4:2. Kuzmin und Bottroff rissen zwei umkämpfte und ganz enge Matches auf hohem spielerischen Niveau gegen Youssef Abdel-Aziz und David McBeath an sich. Mehr noch: Nagy drehte einen 1:2-Rückstand gegen Medardas Stankevicius in einen Fünfsatzsieg. Plötzlich führten die Schwarz-Gelben mit 5:4. Würde der TVL wie in den vier Zweitliga-Partien zuvor wieder trotz toller Leistungen leer ausgehen? Nein! Diesmal versagten dem 20-jährigen Leiselheimer Vladi Anca im Duell der Youngster gegen den sehr emotional agierenden Kirill Fadeev die Nerven nicht. Der erste Punkt war eingetütet – 5:5. „Vielleicht ein Knack- und Wendepunkt in dieser Saison“, meinte Christian Kaufhold erleichtert.

TV Leiselheim vs. BV Borussia Dortmund (Nordrhein-Westfalen)  5:5 Spiele / 21:19 Sätze

Punkte TVL: Youssef Abdel-Aziz / Medardas Stankevicius, Youssef Abdel-Aziz, David McBeath, Medardas Stankevicius, Vladimir Anca

TVL I • 2. BL • Oktober 2019

Die „Schwarz-Gel­ben“ kommen

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim empfängt Samstag­abend (18 Uhr) den renom­mierten Vize­meister BV Borussia Dort­mund am Leisel­heimer Trappen­berg

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Musste sich am vergangenen Doppel-Spieltag beim 1. FSV Mainz 05 und gegen TTC OE Bad Homburg zusätzlich zu den vier Topspielern der beiden Zweitliga-Spitzenklubs auch noch mit einer fiebrigen Erkältung herumschlagen: Youssef Abdel-Aziz, die 19-jährige Nummer eins des TV Leiselheim aus Kairo in Ägypten.

Einmal im Leben gegen den FC Bayern München antreten. Und einmal im Leben mit dem BV Borussia Dortmund die sportlichen Kräfte messen. Viele junge und jung gebliebene Sportler, die hauptsächlich des Deutschen liebstem Sport Fußball frönen, haben diese Wünsche auf ihrer To-do-Liste stehen. Gut, ist zwar „nur“ die olympische Sportart Tischtennis, aber die Rückschlag-Künstler vom Leiselheimer Trappenberg haben sich zumindest schon Teil eins der Wunschliste erfüllt. Viermal ging es in den Jahren 2016 bis 2018 in der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd gegen den FC Bayern München. Samstagabend um 18 Uhr wird ein weiteres Häkchen auf die To-do-Liste der Wormser gesetzt. Der BV Borussia Dortmund kreuzt am Leiselheimer Trappenberg zum Meisterschaftsspiel der 2. Bundesliga auf.

Zweitliga-Vizemeister BVB Dortmund kommt als Favorit nach Worms

Als amtierender Vizemeister und aktueller Tabellenzweiter geben die „Schwarz-Gelben“ ihr sportliches Debüt im Wormser Stadtteil Leiselheim. Wieder einmal gilt für die Gastgeber um Leiselheims Coach Christian Kaufhold: „Wir sind der Underdog, wollen uns aber nicht verstecken.“ Der renommierte Klub aus dem Ruhrpott bietet die mit Abstand routinierteste Truppe der 2. Bundesliga auf. Fedor Kuzmin (36) hat als langjähriger russischer Nationalspieler große internationale Erfahrung vorzuweisen. Erik Bottroff (29) auf Position eins ist ein BVB-Urgestein mit reichlich Zweitliga-Erfahrung.Ähnliches gilt für den Ungarn Krisztian Nagy (30). Nur Kirill Fadeev (16), seit seiner Geburt 2003 Mitglied beim BVB, fällt aus der Rolle. Das BVB-Tischtennis-Talent entstammt einer völlig anderen Generation als seine Mitspieler.

Christian Kaufhold: „Kämpfen bis zum Umfallen“

Dass der TV Leiselheim trotz vier Niederlagen an den ersten vier Spieltagen konkurrenzfähig ist, hat die Truppe vom Leiselheimer Trappenberg am letzten Doppel-Spieltag vergangenes Wochenende beim 1. FSV Mainz 05 und im Heimspiel gegen TTC OE Bad Homburg durchaus nachgewiesen. Gegen zwei Top-Vereine der 2. Bundesliga gab es knappe Niederlagen. „Wir sind auch im Match gegen den BVB nicht chancenlos“, traut Christian Kaufhold seinem Quintett mit Youssef Abdel-Aziz, David McBeath, Vadim Yarashenka, Medardas Stankevicius und Vladimir Anca eine Wiederholung der zuletzt guten Leistungen zu. Insbesondere der englische Nationalspieler David McBeath hat jüngst überzeugende Spiele gezeigt. Sicher ist laut Christian Kaufhold jedenfalls eines: „Wir werden kämpfen bis zum Umfallen, um vielleicht mit etwas Schlachtenglück den ersten Zähler der Saison einzufahren.“

TV Leiselheim vs. BV Borussia Dortmund am Samstag, 19. Oktober 2019, 18:00 Uhr
Sporthalle TVL, Zum Trappenberg 21, 67549 Worms-Leiselheim

Die Kader der Teams
  • TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf Youssef Abdel-Aziz (Alter: 19 Jahre, Nation: Ägypten, QTTR-Wert: 2336); David McBeath (27, England, 2299);Vadim Yarashenka (23, Weißrussland, 2249);Medardas Stankevicius (19, Litauen, 2241);Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien, 2179)
  • BV Borussia Dortmund: Der Zweitliga-Vizemeister aus derGroßstadt in Nordrhein-Westfalen gastiert als aktueller Tabellenzweiter in Worms voraussichtlich mit folgender Mannschaft: Fedor Kuzmin (36 Jahre, Russland, 2373);Erik Bottroff (29, Deutschland, 2352);Krisztian Nagy (30, Ungarn, 2252); Kirill Fadeev (16, Deutschland, 2196)
TVL I • 2. BL • Oktober 2019

Mitspie­len? Ja! Punk­ten? Nein!

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim unterliegt Spitzen­teams 1. FSV Mainz 05 (4:6) und TTC OE Bad Hom­burg (3:6) nach großem Kampf knapp

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

David McBeath und Vladimir Anca harmonieren im Doppel prächtig. Im rheinhessischen Lokalderby der 2. Tischtennis-Bundesliga siegten die beiden Tischtennis-Cracks des TV Leiselheim beim 1. FSV Mainz 05 in vier Sätzen. Am Ende aber stand Aufsteiger TV Leiselheim einmal mehr mit leeren Händen da. Foto: Felix Diehl

Es ist wie verhext. Auch die Spiele drei und vier der Saison 2019/2020 in der 2. Tischtennis-Bundesliga hat Aufsteiger TV Leiselheim nach großem Kampf und unglücklichem Spielverlauf verloren. Nach der 4:6-Niederlage im rheinhessischen Lokalderby der zweithöchsten deutschen Spielklasse Samstagabend beim amtierenden Zweitliga-Meister 1. FSV Mainz 05 unterlagen die Wormser Vorortler Sonntagmittag am heimischen Trappenberg dem Meisterschaftsanwärter Nummer eins TTC OE Bad Homburg mit 3:6. Am vierten Spieltag der aktuellen Spielzeit grüßt der TVL daher punktlos vom Tabellenende.

Leiselheimer Trainer kann Komplimente nicht mehr hören

„Das war eine Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe.“ „Das Spiel hätte auch anders ausgehen können.“ „Ihr hättet euch einen Punkt redlich verdient gehabt.“ Diese Sätze hat Christian Kaufhold seit dem Start seiner jungen Mannschaft vom Leiselheimer Trappenberg in die neue Saison häufig gehört. Sätze, die mittlerweile wie kleine Nadelstiche in der Brust beim langjährigen Trainer des TV Leiselheim wirken. „Mitspielen können wir“, sagt Christian Kaufhold, ehe er mit einem Stoßseufzer ergänzt: „Aber punkten können wir bisher nicht. Ich kann die Komplimente unserer Kontrahenten nicht mehr hören.“

Spannung bis zum bitteren Finale für den TVL

Komplimente, die sich der Zweitliga-Neuling ganz sicher für den beherzten Auftritt im mit Vorfreude erwarteten rheinhessischen Lokalderby verdient hatte. „Es war eine tolle und jederzeit faire Stimmung in der gut gefüllten Mainzer Sporthalle“, berichtete TVL-Tischtennis-Abteilungsleiter Peter Dietrich aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Der Meister legte vor. Leiselheim glich aus. Youssef Abdel-Aziz zum 2:2, Medardas Stankevicius zum 3:3, David McBeath zum 4:4. Hin und her wogte das hochklassige Match. „Ein Leckerbissen für die Tischtennis-Fans“, schnalzte Peter Dietrich ganz Sportler mit der Zunge. Ein Leckerbissen, der letztlich Mainz besser mundete, hatten die beiden 05er-Teenager Maciej Kubik und Cedric Meissner im Duell mit Leiselheims Youngstern Medardas Stankevicius und Vladimir Anca am Ende eines mitreißenden Spieles doch die besseren Nerven. 6:4 für Mainz. Wieder war der TVL dicht dran. Wieder nichts. „Einfach wie verhext“, schnaufte Christian Kaufhold tief durch.

Eine 3:6-Niederlage, die Hoffnung macht

Alles andere als verhext präsentierte sich die Truppe um Christian Kaufhold auch im Heimspiel gegen den designierten Meister TTC OE Bad Homburg. Zwar merkte man Leiselheims 19-jährigem Topspieler Youssef Abdel-Aziz die Nebenwirkungen einer fiebrigen Erkältung schon an, dennoch bot der TVL den hoch favorisierten Hessen die Stirn. „Speziell David McBeath hat voll abgeliefert“, zeigte sich Peter Dietrich von der Leistung des englischen Nationalspielers im Dress der Wormser begeistert. Zweimal behielt David McBeath im Duell mit dem Inder Harmeet Desai und dem Rumänen Rares Sipos in fünf furiosen Sätzen auf sportlichem Top-Niveau die Oberhand. Den dritten Einzelzähler des TV Leiselheim steuerte Medardas Stankevicius bei. Auch TVL-Youngster Vladimir Anca (20) hielt gegen die in Bestbesetzung angereisten Hessen lange klasse dagegen. Am Ende aber lief es wie bisher stets in der Saison 2019/2020. TTC OE Bad Homburg hatte in den entscheidenden Momenten ein wenig mehr zuzusetzen – und gewann eine hart umkämpfte Begegnung letztlich mit 6:3.Dennoch resümierte TVL-Coach Christian Kaufhold keineswegs enttäuscht: „Die Leistung im Spiel gegen Bad Homburg macht Hoffnung darauf, dass wir schon bald für unsere guten Leistungen belohnt werden.“

1. FSV Mainz 05 (Rheinland-Pfalz) vs. TV Leiselheim (Rheinland-Pfalz)  6:4 Spiele / 23:17 Sätze

Punkte TVL: David McBeath / Vladimir Anca, Youssef Abdel-Aziz, David McBeath, Medardas Stankevicius

TV Leiselheim (Rheinland-Pfalz) vs. TTC OE Bad Homburg (Hessen)  3:6 Spiele / 17:24 Sätze

Punkte TVL: David McBeath (2), Medardas Stankevicius

TVL I • 2. BL • Oktober 2019

TV Leisel­heim erwartet Sisyphus­aufgabe

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: Aufsteiger vom Leisel­heimer Trappen­berg müssen erst zum Meister 1. FSV Mainz 05 und empfangen Sonntag­mittag (14 Uhr) Meister­schafts­favorit TTC OE Bad Hom­burg

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Steht mit seiner Tischtennis-Mannschaft des TV Leiselheim vor dem schwierigsten Doppel-Spieltag der Saison 2019/2020: Christian Kaufhold, der langjährige Leiselheimer Coach, muss mit seinem Team erst beim amtierenden Zweitliga-Champion 1. FSV Mainz 05 ran, ehe Sonntagmittag (14 Uhr) der haushohe Meisterschaftsfavorit TTC OE Bad Homburg am Trappenberg aufkreuzt.

Harte Zeiten für die Tischtennis-Cracks des TV Leiselheim. Der letztjährige Meister der 3. Bundesliga Süd und Aufsteiger in die bundesweite 2. Bundesliga musste an den ersten beiden Spieltagen der Saison 2019/2020 ordentlich Lehrgeld zahlen, steht erst einmal am Tabellenende der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Die beiden Auftakt-Partien bei TuS Celle (4:6) und gegen den 1. FC Saarbrücken-TT II (3:6) gingen höchst unglücklich verloren. „Es hört sich komisch an, aber wir könnten auch schon drei oder vier Punkte haben“, sagt Christian Kaufhold. Der erfahrene Tischtennis-Trainer vom Leiselheimer Trappenberg ergänzt:„Das ist alles eng und denkbar bitter gelaufen, aber wir sind Aufsteiger und haben gezeigt, dass wir in der Liga mitspielen können.“

TV Leiselheim geht zweimal als Außenseiter an die Tische

Mitspielen ist auch sicherlich die erste Vorgabe für die Kaufhold-Truppe am ersten Doppel-Spieltag der neuen Saison. Und dieser könnte kaum schwieriger sein, müssen die Wormser doch Samstagabend (18 Uhr) zunächst beim amtierenden Meister 1. FSV Mainz 05 im mit Spannung erwarteten rheinhessischen Lokalderby Farbe bekennen, ehe Sonntagmittag (14 Uhr) der haushohe Meisterschaftsfavorit TTC OE Bad Homburg seine Visitenkarte am Leiselheimer Trappenberg abgibt. „Wir sind krasser Außenseiter“, weiß Christian Kaufhold um die Schwere der beiden Aufgaben. Ähnlich wie Sisyphus seinerzeit in der griechischen Mythologie müssen die Männer vom Trappenberg dabei quasi einen Felsblock auf einen Berg hinaufwälzen, der, am Gipfel angelangt, jedes Mal wieder ins Tal zu rollen droht.

Rheinhessisches Lokalderby als Werbung für den Tischtennis-Sport

Rein sportlich und von der Stimmungslage her gesehen steht für die Wormser natürlich das Lokalderby beim 1. FSVMainz 05 im Fokus.„Wir wollen alle, dass dies ein schöner Tischtennis-Abend wird und beide Vereine, die ein sehr gutes Verhältnis verbindet, Werbung für den Tischtennis-Sport betreiben“, sagt Leiselheims Tischtennis-Chef Peter Dietrich, der betont: „Die Jugend soll bei dem Spiel voll auf ihre Kosten kommen.“ Haben sich die Mainzer Verantwortlichen um Tischtennis-Manager Uwe Höfer und Tischtennis-Abteilungsleiter Werner Döbbelin doch etwas Besonderes ausgedacht. Alle Schüler und Jugendliche mit Betreuernaus der Tischtennis-Region können das Derby kostenlos besuchen. Als Favorit geht sicher die sehr junge „Boy-Group“ der Mainzer um die beiden schwedischen Spitzenspieler Simon Berglund und Simon Söderlund in die Partie. Doch Leiselheims Coach Christian Kaufhold hofft darauf, „dass wie bei anderen Sportarten auch Lokalderbys ihre eigenen Gesetze haben“.

Zweitliga-Überflieger gastiert am Leiselheimer Trappenberg

Eigene Gesetze dürften auch für das Heimspiel gegen den TTC OE Bad Homburg gelten. Alle Trainer der 2. Bundesliga sehen die Hessen am Ende der Saison als Meister. Genau in die Rolle schlüpfte der Zweitliga-Überflieger aus dem Hochtaunus auch sogleich mit drei glatten Siegen. Welches Kaliber da am Sonntagmittag am Trappenberg aufschlägt, lässt sich alleine schon am QTTR-Wert von Samuel Kulczycki ablesen. Mit 2342 Punkten bringt die polnische Nummer vier im Kader des Tabellenführers etwa eine um sechs Punkte bessere Leistungs-Maßzahl als Leiselheims Topspieler Youssef Abdel-Aziz mit. Für Christian Kaufhold steht deshalb fest: „Besseres Tischtennis als das, was die vier Asse aus Bad Homburg anbieten, hat man am Leiselheimer Trappenberg wohl noch nie gesehen.“ Und: „Da müssen wir aufpassen, nicht komplett unter die Räder zu kommen.“

1. FSV Mainz 05 vs. TV Leiselheim am Sa, 12.10.2019, 18:00 Uhr
Sporthalle der BBS, Am Judensand 8-12, 55122 Mainz

TV Leiselheim vs. TTC OE Bad Homburg am So, 13.10.2019, 14:00 Uhr
Sporthalle TVL, Zum Trappenberg 21, 67549 Worms-Leiselheim

Die Kader der Teams
  • TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf Youssef Abdel-Aziz (Alter: 19 Jahre, Nation: Ägypten, QTTR-Wert: 2336); David McBeath (27, England, 2299); Vadim Yarashenka (23, Weißrussland, 2249); Medardas Stankevicius (19, Litauen, 2241); Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien, 2179)
  • 1. FSV Mainz 05: Der amtierende Zweitliga-Meister aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz hat einen sehr jungen Kader: Simon Berglund (21 Jahre, Schweden, 2344); SimonSöderlund (19, Schweden, 2266); Maciej Kubik (16, Polen, 2272); Cedric Meissner (19, Deutschland, 2221); Luka Mladenovic (20, Luxemburg, 2246)
  • TTC OE Bad Homburg: Die Hessen aus dem Heilbad Bad Homburg im Hochtaunus gelten als klarer Favorit auf die Meisterschaft: Harmeet Desai (26, Indien, 2403); Rares Sipos (20, Rumänien, 2391); Lev Katsman (18, Russland, 2373); Samuel Kulczycki (17, Polen, 2342)
TVL I • 2. BL • Oktober 2019

Zwei­mal Hoff­nung und zurück

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: TV Leisel­heim verliert Zweit­liga-Heim­debüt gegen 1. FC Saar­brücken-TT II völlig unnötig mit 3:6

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Alles begann aus Leiselheimer Sicht so eindrucksvoll: Im rasanten Duell der beiden Spitzendoppel ließen Youssef Abdel Aziz (links) und Vadim Yarashenka dem rumänischen Weltklasse-Spieler Cristian Pletea und dem deutschen Nachwuchs-Ass Mike Hollo beim Sieg in drei Sätzen mit 12:10, 11:3 und 11:9 keine Schnitte. Foto: Felix Diehl

„Heim 3“ – „Gast 6“ stand es da in fetten schwarzen Lettern auf weißem Grund auf der Anzeigetafel in der TVL-Sporthalle auf dem Leiselheimer Trappenberg zu lesen. Konnte dieses Ergebnis stimmen? Eine Frage, die gut 100 Zuschauer, welche Zeugen des ersten Meisterschaftsspiels des TV Leiselheim nach dem Aufstieg aus der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd in die 2. Tischtennis-Bundesliga am heimischen Trappenberg waren, wohl eher mit einem „Nicht wirklich, oder?!“ beantwortet hätten. Doch, es stimmte! Das Team des langjährigen Leiselheimer Trainers Christian Kaufhold hatte das Zweitliga-Heimdebüt der Saison 2019/2020 gegen die Bundesliga-Reserve des amtierenden Deutschen Vizemeisters 1. FC Saarbrücken-TT vermeintlich klar mit 3:6 verloren.

TVL legt furios los

Eine Niederlage, die sich lange wie ein Sieg anfühlte. Legte der mit dem Ägypter Youssef Abdel-Aziz, dem Engländer David McBeath und dem Weißrussen Vadim Yarashenka um die beiden TVL-Youngster Medardas Stankevicius (Litauen, 19 Jahre) und den Deutsch-Rumänen Vladimir Anca (20 Jahre) auf den ersten drei Positionen neu formierte Aufsteiger doch los, als gäbe es kein Morgen. Das TVL-Duo Abdel-Aziz / Yarashenka ließ dem rumänischen Weltklasse-Spieler Cristian Pletea und dem deutschen Nachwuchs-Ass Mike Hollo keine Chance. McBeath / Anca erhöhten in vier Sätzen gegen den Belgier Florian Cnudde und den Slowenen Peter Hribar scheinbar mühelos auf 2:0.

2:0-Führung gibt keinen Rückenwind

In den Einzeln schien der Trend eine Fortsetzung zu erfahren. David McBeath schnappte sich den ersten Satz gegen Pletea, Youssef Abdel-Aziz lag 2:1 Sätze gegen Cnudde in Front. „Das fühlte sich gut an, mindestens ein 3:1-Vorsprung zur Pause lag in der Luft“, hoffte TVL-Coach Kaufhold. Eine Hoffnung, die nicht in Erfüllung ging. Plötzlich drehte sich die Partie, der Rückenwind verpuffte jäh. Saarbrücken glich aus. Mehr noch. Vadim Yarashenka und Medardas Stankevicius kamen unter dem Eindruck des unglücklich erlittenen 2:2-Ausgleichs nicht in Schwung und blieben weit hinter ihren spielerischen Möglichkeiten zurück. Die Folge: Hribar und Hollo punkteten zum 4:2-Zwischenstand für ihre Farben.

Leiselheim bäumt sich nochmals vergeblich auf

Alles gelaufen? Von wegen. Der 27-jährige David McBeath stellte in drei glatten Sätzen gegen Cnudde auf 3:4. Youssef Abdel-Aziz überrollte mit knallhartem Angriffs-Tischtennis nah am Tisch Pletea in den beiden ersten Sätzen jeweils 11:3. Erneut keimte Hoffnung beim TVL auf. Eine Hoffnungsblase, die aber wieder platzte. Pletea glich zum 2:2 in den Sätzen aus, lag im Entscheidungssatz 9:10 hinten, retournierte einen Aufschlag des Ägypters haushoch. Normalerweise eine Formsache, doch der 19-jährige Linkshänder donnerte den Matchball über den Tisch. Zwei Ballwechsel später holte sich der Rumäne das längst verloren geglaubte Einzel doch noch. Es passte irgendwie zum Spielverlauf, dass der klare Sieg in drei Sätzen von Medardas Stankevicius gegen Mike Hollo nicht mehr in die Wertung kam, denn am Nebentisch verlor Vadim Yarashenka in vier Sätzen gegen Peter Hribar. Und auch wenn viele Zuschauer in der Sporthalle das nicht richtig glauben konnten: Der TV Leiselheim hatte sein erstes Heimspiel in der 2. Tischtennis-Bundesliga trotz teilweise drückender Überlegenheit völlig unnötig mit 3:6 verloren.

TV Leiselheim (Rheinland-Pfalz) vs. 1. FC Saarbrücken-TT II (Saarland)  3:6 Spiele / 16:19 Sätze

Punkte TVL: Youssef Abdel-Aziz / Vadim Yarashenka, David McBeath / Vladimir Anca, David McBeath

TVL I • 2. BL • September 2019

TV Leisel­heim vor Zweit­liga-Heim­debüt“

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: Aufsteiger vom Leisel­heimer Trappen­berg empfängt mit dem 1. FC Saar­brücken-TT II zum Heim­auftakt 2019/2020 gleich einen Meister­schafts-Favo­riten

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Seit 2017 spielt Medardas Stankevicius beim TV Leiselheim Drittliga-Tischtennis. Nach dem Aufstieg letzte Saison in die eingleisige 2. Bundesliga fiebert der 19-jährige Litauer mit den knallharten Offensiv-Schlägen nun dem ersten Match vor heimischen Publikum in der zweithöchsten deutschen Spielklasse entgegen.

Da kommt etwas Großes auf den TV Leiselheim zu. Zum ersten Meisterschaftsspiel in der eingleisigen 2. Tischtennis-Bundesliga empfängt der Wormser Vorortklub Samstagabend (18 Uhr in der Sporthalle am Leiselheimer Trappenberg) den 1. FC Saarbrücken-TT II. „Wir freuen uns riesig auf die Heim-Premiere am Trappenberg“, sagt Christian Kaufhold. Der 40-jährige Trainer und einer der Väter des Aufstieges des TV Leiselheim in die zweithöchste deutsche Spielklasse Ende der Saison 2018/2019 weiß aber ob seiner großen Erfahrung: „Es wird aller Wahrscheinlichkeit nachein sehr schweres Spiel gegen den renommierten Klub aus dem Saarland.“

Drei Spieler des 1. FCS II spielen regelmäßig Bundesliga

Immerhin sind im neun-köpfigen Kader der Reserve des amtierenden Deutschen Vizemeisters mit dem Japaner Kakeru Sone, dem Rumänen Cristian Pletea und dem Tschechen Tomas Polansky gleich drei Akteure, die regelmäßig in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) aufschlagen. „Spielt die Saarbrücker ‚Zweite‘ komplett, werden wir wohl keine Chance auf einen Punktgewinn haben“, mutmaßt Christian Kaufhold. Die Fakten liegen auf der Hand: Die vier Top-Akteure der Saarländer sind von den QTTR-Werten – das ist einfach gesagt eine Einstufung der Spielstärke – das Nonplusultra der 2. Bundesliga. Mit Mike Hollo rangiert dazu auf Rang neun im Kader eines der besten deutschen Nachwuchs-Talente.

TVL hält mit „voller Kapelle“ dagegen

Egal jedoch, in welcher Formation der 1. FC Saarbrücken-TT II am Trappenberg aufkreuzt, betont Christian Kaufhold: „Wir werden alles dafür geben, einen guten Einstand vor unserem Publikum in die neue Spielklasse hinzulegen.“ Der Leiselheimer Trainer kann dabei auf alle fünf Spieler bauen, die zum Saisonauftakt beim TuS Celle denkbar unglücklich mit 4:6 unterlagen. Insbesondere der erst 19-jährige ägyptische TVL-Topspieler Youssef Abdel-Aziz überzeugte mit vollen drei Punkten im nördlichen Niedersachsen. „Speziell im vorderen Paarkreuz wird das eine echte Tischtennis-Show auf höchstem Niveau“, ist sich Christian Kaufhold sicher.

Oktoberfest auf dem Trappenberg

Und noch eines steht bereits vor dem Anpfiff fest. Ungeachtet des sportlichen Ausgangs der Partie will man am Leiselheimer Trappenberg der Jahreszeit entsprechend das Debüt in der 2. Liga zünftig feiern. Weißwurst mit süßem Senf, Brezen (bayrisch für Brezeln), Fleischkäse und Weizenbier soll bayrisch-gemütliches Flair verbreiten. Tischtennis-Top-Sport gibt’s ab 18 Uhr zu genießen. Davor ab 17 Uhr, dazwischen und nach dem spannenden Spiel werden bayrische Köstlichkeiten gereicht. Also rauf auf den Trappenberg in Leiselheim am Samstagabend.

TV Leiselheim vs. 1. FC Saarbrücken-TT II
am Samstag, 28. September 2019, 18:00 Uhr

Mögliche Aufstellungen
  • TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf Youssef Abdel-Aziz (19 Jahre, Ägypten); David McBeath (27, England); Vadim Yarashenka (23, Weißrussland); Medardas Stankevicius (19, Litauen); Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien)
  • 1. FC Saarbrücken-TT II: Die Bundesliga-Reserve der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken besteht aus neun Spielern: Kakeru Sone (Nation: Japan, QTTR-Wert: 2435); Cristian Pletea (Rumänien, 2411); Tomas Polansky (Tschechien, 2404); Patryk Zatowka (Polen, 2324); Florian Cnudde (Belgien, 2276); Peter Hribar (Slowenien, 2223); Slobodan Grujic (Serbien, 2209); Zhi Wang (China, 2182); Mike Hollo (Deutschland, 2140)
TVL I • 2. BL • September 2019

TV Leisel­heim zahlt „Zweit­liga-Lehr­geld“

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: Aufsteiger TV Leisel­heim bringt 4:3-Führung beim TuS Celle nicht über die Run­den und verliert zum Saison­start un­glück­lich mit 4:6

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Medardas Stankevicius, Vadim Yarashenka, David McBeath, Trainer Christian Kaufhold, Vladimir Anca und Youssef Abdel-Aziz (von links) haben in der Saison 2019/2020 ein großes Ziel: Mit dem TV Leiselheim als Aufsteiger eine gute Rolle in der 2. Tischtennis-Bundesliga spielen. Der Saisonauftakt beim TuS Celle ging allerdings unglücklich mit 4:6 verloren. Foto: Felix Diehl.

Die Stimme von Christian Kaufhold wirkt angestrengt. „Wir haben jedenfalls gezeigt, dass wir in der 2. Bundesliga gut mitspielen können“, sagt der langjährige Trainer des TV Leiselheim. Gerade haben die Tischtenniscracks vom Leiselheimer Trappenberg ihr erstes Meisterschaftsspiel der Saison 2019/2020 nach dem Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse beim letztjährigen Tabellenfünften TuS Celle vor 155 Tischtennis-Fans im Norden von Niedersachsen knapp mit 4:6 verloren. „Eine Niederlage, die vermeidbar war“, fügt Christian Kaufhold an. Enttäuschung klingt in den Worten des TVL-Trainers wider, war es doch eine Niederlage, die sich lange wie ein Sieg anfühlte, lag der Gast immerhin kurz vor dem enttäuschenden Schlussakkord eines Spiels zweier Teams auf absoluter Augenhöhe noch mit 4:3 in Führung.

Verpasste Chance zur 2:0-Führung erweist sich als Knackpunkt der Partie

Der erfahrene Tischtennis-Coach vom LeiselheimerTrappenberg geht tiefer ins Detail: „Wir sind am Anfang und Ende der Partie an unseren Nerven gescheitert, mussten Lehrgeld beim ersten Auftritt in der 2. Bundesliga zahlen.“ Konkret galt dies für das Leiselheimer Doppel David McBeath / Medardas Stankevicius, die bei einer 2:1 nach Sätzen im vierten Durchgang schnell 5:0 vorne lagen, aber von der berühmt-berüchtigten „Angst vorm Siegen“ eingeholt wurden. „Hätten wir das Ding gewonnen, wären wir als Sieger von den Tischen gegangen“, meint Christian Kaufhold. So wurde das verlorene Doppel zu Beginn zum frühen Knackpunkt im Match, in dem es aus Leiselheimer Sicht trotz der Niederlage einen Gewinner gab. Der erst 19-jährige TVL-Spitzenspieler Youssef Abdel-Aziz avancierte zum besten Akteur der Partie. „Überragend“, sah Christian Kaufhold den ägyptischen Nationalspieler in Reihen des TVL mit großen Augen erst sein Doppel an der Seite von Vadim Yarashenka gewinnen, ehe zwei Siege in den Einzeln gegen den deutschen Nationalspieler Tobias Hippler undAndrei Putuntika (Moldawien) folgten.

Herz rutscht kurz vor der Ziellinie in die Hose

4:3 lagen die Rheinhessen nach einem sicheren Viersatzsieg von Medardas Stankevicius über Jannik Xu und dem zweiten Einzelsieg von Youssef Abdel-Aziz in Front. Was dann folgte, schreibt Christian Kaufhold der Unerfahrenheit speziell der beiden TVL-Youngster Medardas Stankevicius und Vladimir Anca zu. „Die Führung gab keine Sicherheit.“ Ganz im Gegenteil. Der 20-jährige Deutsch-Rumäne Vladimir Anca gab einen 10:6-Vorsprung im ersten Durchgang gegen Xu noch aus der Hand. „Reine Nervensache“, stellte sein Coach Christian Kaufhold fest. Kurz vor der Ziellinie rutschte den Jungs vom Trappenberg das Herz in die Hose. „Ganz nah dran und doch vorbei“, konnte Christian Kaufhold seine Enttäuschung nicht verbergen – auch wenn der TV Leiselheim beim ersten Auftritt in der 2. Tischtennis-Bundesliga seine Tauglichkeit für die zweithöchste deutsche Spielklasse durchaus nachgewiesen hatte.

TuS Celle (Niedersachsen) vs. TV Leiselheim (Rheinland-Pfalz)  6:4 Spiele / 22:17 Sätze

Punkte TVL: Youssef Abdel-Aziz / Vadim Yarashenka, Youssef Abdel-Aziz (2), Medardas Stankevicius

TVL I • 2. BL • September 2019

Deutsch­land-Tour des TVL beginnt in Celle

Tisch­tennis – 2. Bundes­liga: Auf­steiger TV Leisel­heim startet im Norden von Nieder­sachsen beim TuS Celle in die Saison 2019/2020

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

David McBeath ist mit 27 Jahren der Routinier im Kader des TV Leiselheim. Mit seiner überlegten Spielweise und großen internationalen Erfahrung soll der englische Nationalspieler seinen jungen Teamkollegen den nötigen Rückhalt für den Kampf um den Verbleib in der zweithöchsten deutschen Spielklasse geben.

Das Abenteuer beginnt. Sonntagmittag, den 15. September 2019, 14:00 Uhr, startet der TV Leiselheim in seine erste Spielzeit in der 2. Bundesliga. Die Reise durch die Bundesrepublik Deutschland führt die Tischtennisasse vom Leiselheimer Trappenberg gleich einmal hoch in den Norden von Niedersachsen zum TuS Celle. Eine 450 Kilometer lange Anreise hat das Team des langjährigen Leiselheimer Trainers Christian Kaufhold vor der Brust. Mit dem Saisonauftakt 2019/2020 beim letztjährigen Tabellenfünften der 2. Bundesliga beginnt für die Männer vom Leiselheimer Trappenberg auch sogleich der Kampf um den Klassenerhalt.“ Der Leiselheimer Coach betont: „Alles andere als das Ziel ‚Klassenerhalt‘ kann man nicht ausgeben. Die Liga ist extrem ausgeglichen. Da sind Prognosen sehr schwer. Es entscheiden Kleinigkeiten.“

Englischer Nationalspieler David McBeath übernimmt Führungsrolle

Kleinigkeiten können für die auf den ersten drei Positionen komplett gegenüber der Meistersaison in der 3. Bundesliga Süd geänderten Mannschaft des TV Leiselheim zum Saisonauftakt bei den Niedersachsen den Ausschlag geben. Christian Kaufhold weiß: „Vieles hängt von unseren neuen Akteuren ab. Wenn wir vorne gut mitspielen, können wir einen Sieg holen. Youssef Abdel-Aziz, David McBeath und Vadim Yarashenka sind auch alle neu in der Liga. Sie müssen sich erst mal etablieren.“ Der Gastgeber TuS Celle ist dabei eine Mannschaft, die ähnlich strukturiert ist wie die Wormser Vorortler. Um einen Routinier, nämlich den 26-jährigen Arne Hölter, gruppieren sich drei Youngster. Gleiches gilt für den 27-jährigen David McBeath, Leiselheims neue Nummer zwei. Als mentaler Anführer soll der englische Nationalspieler seiner jungen Truppe Ruhe im Abstiegskampf vermitteln.

Spannendes Spiel auf Augenhöhe ist zu erwarten

Die Stärken des TV Leiselheim dürften laut Christian Kaufhold im hinteren Paarkreuz liegen. „Dort sind wir mit Vadim Yarashenka, Medardas Stankevicius und Vladimir Anca gut besetzt“, ist der 40-jährige Tischtennis-Coach überzeugt. Dass TuS Celle bereits eine Partie absolviert hat, sieht Christian Kaufhold übrigens trotz der 1:6-Niederlage beim TTC GW Bad Hamm keineswegs als Nachteil für die Gastgeber. „Die wollen ihrem Publikum natürlich ein anderes Gesicht zeigen“, erwartet der TVL-Coach „ein absolut spannendes Spiel auf Augenhöhe“. Ein Spiel, für das alle fünf Leiselheimer Cracks Gewehr bei Fuß stehen. Wer im Einzel und wer im Doppel spielt, darüber will Christian Kaufhold aber erst nach den Eindrücken im Training vor der Partie entscheiden. Klar ist dessen ungeachtet aber: Es wird ein schwieriger und spannender Auftakt für Christian Kaufhold und sein Team in die Zweitliga-Saison.

TuS Celle vs. TV Leiselheim am So, 15. September 2019, 14:00 Uhr

Voraussichtliche Aufstellungen:

  • TuS Celle: Tobias Hippler (20, Deutschland), Andrei Putuntika (20, Moldawien), Jiri Martinko (19, Tschechien), Arne Hölter (26, Deutschland)
  • TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf Youssef Abdel-Aziz (19, Ägypten), David McBeath (27, England), Vadim Yarashenka (23, Weißrussland), Medardas Stankevicius (19, Litauen), Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien)
Spielplan TV Leiselheim– Vorrunde 2019/2020
  • Sonntag, 15.09.2019, 14:00h TuS Celle – TV Leiselheim
  • Samstag, 28.09.2019, 18:00h TV Leiselheim – 1. FC Saarbrücken TT II
  • Samstag, 12.10.2019, 18:00h 1. FSV Mainz 05 – TV Leiselheim
  • Sonntag, 13.10.2019, 14:00h TV Leiselheim – TTC OE Bad Homburg
  • Samstag, 19.10.2019, 18:00h TV Leiselheim – BV Borussia Dortmund
  • Sonntag, 27.10.2019, 15:00h TTC GW Bad Hamm – TV Leiselheim
  • Samstag, 02.11.2019, 18:00h TV Leiselheim – 1. FC Köln
  • Sonntag, 01.12.2019, 14:00h TV 1879 Hilpoltstein – TV Leiselheim
  • Samstag, 07.12.2019, 14:00h TTC Fortuna Passau – TV Leiselheim
TVL I • 2. Bundes­liga • August 2019

Pokal­runde hinter­lässt Frage­zeichen

Tisch­tennis – DTTB Pokal/Vor­runde: TV Leisel­heim bleibt beim (Vor-)Start in die Saison 2019/2020 ob perso­neller Schwierig­keiten in den Pokal­spielen in Neckars­ulm sieg­los

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Mit dieser Aufstellung seiner Zweitliga-Mannschaft hatte Christian Kaufhold kaum gerechnet: Ob des kurzfristigen Ausfalls von Neuzugang Vadim Yarashenka wegen einer fiebrigen Virus-Erkrankung musste der langjährige Trainer des TV Leiselheim bei der Vorrunde zum DTTB Pokal selbst ran. David McBeath, Christian Kaufhold und Vladimir Anca (von links) verkauften sich in den drei Pokalspielen zwar teuer, konnten aber keines der Spiele für sich entscheiden.

Wenn die alte Weisheit zutrifft, dass auf eine misslungene Generalprobe sehr häufig eine gute Premiere folgt, dann kann der TV Leiselheim aus dem (Vor-)Start in die Saison 2019/2020 sicher einige positive Aspekte mitnehmen. Am letzten Sonntag im August standen für den Aufsteiger in die 2. Tischtennis-Bundesliga die ersten drei Pflichtspiele der neuen Spielzeit in der Vorrunde zum DTTB Pokal auf dem Programm. Beim Zweitliga-Absteiger NSU Neckarsulm hatte es die Mannschaft vom Leiselheimer Trappenberg neben dem Gastgeber der Pokal-Qualifikationsrunde außerdem mit Zweitliga-Konkurrent 1. FC Saarbrücken TT II und dem Drittliga-Vizemeister SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal zu tun. Das Team um den langjährigen Leiselheimer Trainer Christian Kaufhold unterlag in sämtlichen drei Pokalspielen jeweils knapp. Am Ende setzte sich SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal durch.

Apropos Christian Kaufhold. Dass der 40-jährige Coach des TV Leiselheim in Neckarsulm selbst zum Tischtennis-Schläger greifen würde, war nun wirklich nicht geplant. „Vadim Yarashenka sagte wegen einer fiebrigen Virus-Erkrankung kurzfristig ab“, musste Christian Kaufhold auf den mit großer Vorfreude erwarteten ersten Einsatz des weißrussischen TVL-Neuzugangs verzichten. Ersatz war auf die Schnelle nicht parat, also musste der Trainer selbst ran. „Das war natürlich schon ein ordentlicher Dämpfer für unsere durchaus vorhandenen Außenseiter-Chancen“, wusste Christian Kaufhold nur zu genau um die ob des Ausfalls von Vadim Yarashenka arg eingeschränkten Möglichkeiten seiner Truppe.

TV Leiselheim – das Team 2019/2020
  • Nr. 1: Youssef Abdel-Aziz (19 Jahre, Ägypten, QTTR-Wert = 2336)
  • Nr. 2: David McBeath (27, England, 2299)
  • Nr. 3: Vadim Yarashenka (23, Weißrussland, 2249)
  • Nr. 4: Medardas Stankevicius (19, Litauen, 2241)
  • Nr. 5: Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien, 2179)
  • Trainer: Christian Kaufhold (40, Deutschland, 1867)

Dennoch sorgten der englische Nationalspieler und Neuzugang David McBeath bei seinem Debüt im TVL-Dress und das Leiselheimer Eigengewächs Vladimir „Vladi“ Anca in den drei Pokal-Partien für reichlich Spannung. Gegen den SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal holte David McBeath mit einem 3:0-Sieg über Nick Neumann-Manz bei der 1:3-Niederlage seinen ersten Einzelpunkt für die Wormser. Richtig eng war es im Spiel gegen den Zweitliga-Konkurrenten 1. FC Saarbrücken TT II. Je ein Einzel von David McBeath und Vladimir Anca reichten jedoch „nur“ zu einer sehr achtbaren 2:3-Niederlage gegen einen der Favoriten auf die Zweitliga-Meisterschaft.

Richtig bitter kam es dann im letzten Spiel der anstrengenden Pokal-Qualifikationsrunde. Der erst 20-jährige Vladimir Anca spielte gegen den Gastgeber NSU Neckarsulm groß auf. „Er war nach Miroslav Horejsi, dem tschechischen Topspieler von Hohenstein-Ernstthal, der zweitbeste Akteur in der Halle“, befand Leiselheims Tischtennis-Chef und Team-Manager Peter Dietrich. Vladimir Anca punktete gegen NSU-Abwehrass Florian Bluhm genauso wie gegen Jens Schabacker. Fehlte also nur noch ein Zähler von David McBeath zum Sieg. Allerdings merkte man dem englischen Nationalspieler die nachlassende Kondition mit zunehmender Spieldauer an, reiste er doch direkt von den Czech Open nach Neckarsulm. Und zu allem Überfluss verdrehte sich der Mann mit der bärenstarken Rückhand auch noch im Einzel gegen NSU-Routinier Josef Braun den Rücken. McBeath musste aufgeben, die Partie war mit 2:3 verloren. „Ich hoffe, David ist bis zum Saisonstart wieder fit“, standen TVL-Coach Christian Kaufhold nach der krankheitsbedingten Absage von Vadim Yarashenka und der Verletzung von David McBeath einige Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Gut nur für die Wormser Vorortler: Der „richtige“ Start in die Saison 2019/2020 erfolgt erst Mitte September. Dann steht das Auswärtsspiel bei TuS Celle an – hoffentlich mit David McBeath und Vadim Yarashenka.

DTTB Pokal Vorrunde in Neckarsulm

SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal vs. TV Leiselheim  3:1

Punkt TVL: David McBeath

1. FC Saarbrücken TT II vs. TV Leiselheim  3:2

Punkte TVL: David McBeath, Vladimir Anca

NSU Neckarsulm vs. TV Leiselheim  3:2

Punkte TVL: Vladimir Anca (2)

TVL I • 2. Bundes­liga • Juni 2019

TV Leisel­heim komplet­tiert Kader

Weißrus­sischer National­spieler Vadim Yara­shenka schlägt an Posi­tion drei beim Aufsteiger in der 2. Tisch­tennis-Bundes­liga auf

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Überzeugt durch große Athletik und enorme Beweglichkeit: Vadim Yarashenka ist der dritte und letzte Neuzugang des Tischtennis-Zweitligisten TV Leiselheim für die Saison 2019/2020. Der weißrussische Nationalspieler schlägt für die Wormser Vorortler aller Voraussicht nach an Position drei auf.

Die Personal-Planungen des Tischtennis-Teams beim „Neu“-Zweitligisten TV Leiselheimsind kurz vor Ende der Wechsel-Periode (31. Mai 2019) abgeschlossen. Für den zur TSG Kaiserslautern, aktueller Meister der Regionalliga Südwest 2018/2019 und Aufsteiger in die 3. Bundesliga Süd, wechselnden indischen Material-Strategen Sushmit Sriram verpflichteten die Wormser Vorortler den weißrussischen Nationalspieler Vadim Yarashenka. Der 23-jährige Angreifer schlägt beim amtierenden Champion der 3. Bundesliga Süd und Aufsteiger in die eingleisige 2. Bundesliga voraussichtlich an Position drei auf.

TVL bringt „schlagkräftiges Team“ an den Start

Peter Dietrich, Tischtennis-Chef vom Leiselheimer Trappenberg, und Christian Kaufhold, langjähriger Trainer und Teamchef des TVL, sind sich einig: „Vadim Yarashenka kann auf Position drei im Team eine gute Rolle in der 2. Bundesliga spielen.“ Das Team des TV Leiselheim nimmt nun also mit den drei Neuzugängen Youssef Abdel-Aziz (Ägypten), David McBeath (England), Vadim Yarashenka (Weißrussland) und den beiden langjährigen jungen TVL-Akteuren Medardas Stankevicius (Litauen) und Vladimir Anca (Deutschland / Rumänien) das große Abenteuer 2. Tischtennis-Bundesliga in Angriff. Trainer Christian Kaufhold ist überzeugt: „Wir haben ein schlagkräftiges Team für die Saison 2019/2020 am Start.“ Das primäre Ziel für die erste Zweitliga-Spielzeit des TVL schreibt Christian Kaufhold seinem neu formierten Team allerdings schon vor den langen Sommerferien bis Ende August auf den Trainingsplan: Klassenerhalt!

Vadim Yarashenka im Kurz-Porträt

  • Nationalität: Weißrussland
  • Alter: 23 Jahre
  • Spielhand: rechts
  • Spielstil: Angriff, Shakehand
  • Größte Erfolge: Bronze Medaille mit Weißrussland bei den Europameisterschaften 2013; Bronze Medaille im Herren Einzel bei den weißrussischen Meisterschaften
  • Beste Weltranglisten-Position: Nummer 266 (Mai 2019)
  • Bisherige Stationen: TTC GW Bad Hamm (Regionalliga West), SV Brackwede bei Bielefeld (3. Bundesliga Nord), HSV Medizin Magdeburg (Regionalliga Süd)
TVL I • 2. Bundes­liga • Mai 2019

Eng­lischer National­spieler ver­stärkt TV Leisel­heim

David McBeath ist die neue Nummer zwei des Auf­steigers in die 2. Tisch­tennis-Bundes­liga

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Enorme Verstärkung für Tischtennis-Zweitligist TV Leiselheim: David McBeath, die aktuelle Nummer sieben der englischen Herren-Rangliste, schlägt in der Saison 2019/2020 für die Wormser Vorortler an Position zwei auf.

Das Tischtennis-Team des „Neu“-Zweitligisten TV Leiselheim nimmt Gestalt an. Mit dem englischen Nationalspieler David McBeath hat Peter Dietrich, Tischtennis-Chef vom Leiselheimer Trappenberg, ein weiteres großes „Tischtennis-Kaliber“ für den Wormser Aufsteiger in die zweithöchste deutsche Spielklasse an Land gezogen. Der 27-jährige Bronze-Medaillen-Gewinner der Commonwealth Games 2018 mit England soll im Kader des TV Leiselheim hinter dem 19-jährigen ägyptischen Spitzenspieler Youssef Abdel-Aziz an Position zwei aufschlagen. „Ich traue ihm eine ausgeglichene Bilanz zu“, hält Leiselheims langjähriger Trainer und Teamchef Christian Kaufhold große Stücke auf den dynamisch agierenden Angreifer, der unter anderem schon einen Einzel-Sieg über den aktuellen Vize-Weltmeister Mattias Falck aus Schweden vorweisen kann.

TVL ist für „Abenteuer 2. Bundesliga“ gut aufgestellt

„Wir waren schon einmal an David McBeath dran, jetzt klappte es“, hatte Peter Dietrich den aus dem englischen Southampton stammenden kampfstarken Engländer bereits seit geraumer Zeit auf dem Zettel. Internationale Erfahrung bringt die neue Nummer zwei im Kader des TVL jedenfalls reichlich mit, spielte er doch unter anderem lange in Schweden, Holland und Belgien. Auch in Deutschland ist der englische Doppel-Meister von 2018 kein unbeschriebenes Blatt, lebte und trainierte er doch von 2012 bis 2015 drei Jahre in Bremen und spielte in dieser Zeit für den Drittligisten TTC Ruhrstadt Herne. Der Abgang des Routiniers Nico Stehle dürfte damit gut kompensiert sein. Überhaupt findet TVL-Coach Christian Kaufhold: „Mit den aktuellen Stammkräften Youssef Abdel-Aziz, David McBeath und den zwei Youngstern Medardas Stankevicius und Vladimir Anca sind wir für das Abenteuer in der zweiten Bundesliga gut gerüstet.“ Übrigens: Dieses Abenteuer beginnt nach einer sehr langen Sommerpause erst im August dieses Jahres.

David McBeath im Kurz-Porträt

  • Nationalität: England
  • Alter: 27 Jahre
  • Geburtsort: Southampton (England)
  • Wohnort: Nottingham (England), von 2012 bis 2015 in Bremen
  • Beruf: studiert Sport Physiotherapie an der Universität Nottingham
  • Spielhand: rechts
  • Spielstil: Angriff
  • Größte Erfolge: Commonwealth Games 2018 Bronze Medaille mit England, Einzel-Sieg über den aktuellen Vize-Weltmeister Mattias Falck (Schweden), englischer Meister im Herren-Doppel 2018 mit Paul Drinkhall
  • Beste Weltranglisten-Position: Nummer 163 (März 2018)
  • Bisherige Stationen: TTC Ruhrstadt Herne, 2015 bis 2018 in Schweden, zuletzt in Belgien
TVL I • 2. Bundes­liga • Mai 2019

TV Leisel­heim ver­pflich­tet „Wunsch-Kandi­daten“

Der ägyp­tische Jung­star Youssef Abdel-Aziz wird neuer Spitzen­spieler des Auf­steigers in die 2. Tisch­tennis-Bundes­liga

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Youssef Abdel-Aziz ist schon wegen seines spektakulären Spielsystems eine riesige Attraktion für alle Tischtennis-Fans. Der aus Kairo stammende 19-jährige Ägypter wird die neue Nummer eins beim Tischtennis-Zweitligisten TV Leiselheim.

„Wir wollten ihn, wir haben ihn, wir bauen auf ihn.“ Trainer Christian Kaufhold strahlt dieser Tage nicht allein ob des im April 2019 geglückten Aufstiegs seines TV Leiselheim in die 2. Tischtennis-Bundesliga mit Peter Dietrich, dem Tischtennis-Chef vom Leiselheimer Trappenberg, um die Wette. Die Wormser Vorortler konnten jüngst ihren „absoluten Wunsch-Kandidaten“ (Christian Kaufhold) für die Saison 2019/2020 verpflichten. Youssef Abdel-Aziz heißt der neue Spitzenspieler des TV Leiselheim für die erste Spielzeit der Nibelungenstädter in der eingleisigen 2. Bundesliga. Der aus der ägyptischen Hauptstadt Kairo stammende 19-jährige Youngster ersetzt damit den deutsch-rumänischen Routinier Constantin Cioti auf Position eins. „Ich denke, wir konnten eines der größten Talente außerhalb von China an uns binden“, schwärmt Christian Kaufhold von Youssef Abdel-Aziz, der bereits seit über fünf Jahren in Deutschland Tischtennis auf hohem Niveau spielt.

Kein Unbekannter am Leiselheimer Trappenberg

Der junge Ägypter, der letztes Jahr mit dem Titelgewinn im Doppel der Herren bei den afrikanischen Kontinental-Meisterschaften einen seiner größten Erfolge feierte, ist beim TV Leiselheim wahrlich kein unbekanntes Gesicht. Die riesige Spannung im Rennen um die Meisterschaft der 3. Bundesliga Süd hatten die Leiselheimer nämlich hautsächlich dem Topspieler des Hauptkonkurrenten SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal „zu verdanken“. Alle vier Einzel schnappte sich der technisch brillant aus der Halbdistanz agierende Teenager. Constantin Cioti, Medardas Stankevicius und Sushmit Sriram bissen sich an ihm die Zähne aus. „Das hat ordentlich beeindruckt“, räumt Christian Kaufhold ein. Youssef Abdel-Aziz avancierte so letzte Saison zum mit großem Abstand besten Einzelspieler der 3. Bundesliga Süd bei einer fantastischen 25:3-Bilanz. Und er weckte damit die Begehrlichkeiten am Leiselheimer Trappenberg.Der langjährige TVL-Coach Christian Kaufhold ist sich sicher: „Er hat das Zeug dazu auch in der im Spitzen-Paarkreuz enorm stark besetzen zweiten Liga positiv zu spielen.“ Und: „Als Linkshänder wird er uns auch in den Doppeln eine große Stütze im Kampf um den Klassenerhalt sein.“

Youssef Abdel-Aziz im Kurz-Porträt

  • Nationalität: Ägypten
  • Alter: 19 Jahre
  • Geburtsort: Kairo (Ägypten)
  • Wohnort: Eilenburg (Sachsen)
  • Spielhand: links
  • Spielstil: Angriff aus der Halbdistanz
  • Größte Erfolge: fünffacher afrikanischer Meister U18, afrikanischer Meister im Herren-Doppel 2018, bester Einzelspieler der 3. Bundesliga Süd 2018/2019
  • Beste Weltranglisten-Position: Nummer fünf der U18
  • Bisherige Vereine: Hannover 96, SG Stahl Blankenburg, SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal